{"id":2648,"date":"2014-07-25T11:06:02","date_gmt":"2014-07-25T11:06:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.watch.de\/blog\/?p=2648"},"modified":"2025-12-31T13:12:06","modified_gmt":"2025-12-31T13:12:06","slug":"das-automatikwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.watch.de\/blog\/das-automatikwerk\/","title":{"rendered":"Mechanische Uhren Teil II: Das Automatikwerk"},"content":{"rendered":"<p><strong>Inhalt des Artikels:<\/strong><\/p><ul><li><a class=\"js-smooth-scroll\" href=\"#p-wie-funktioniert-eine-automatikuhr\">Wie funktioniert eine Automatikuhr?<\/a><\/li><li><a class=\"js-smooth-scroll\" href=\"#p-gleichrichter-kaliber-jede-richtung-bringt-energie\">Gleichrichter-Kaliber: Jede Richtung bringt Energie<\/a><\/li><li><a class=\"js-smooth-scroll\" href=\"#p-uhren-mit-automatischen-selbstaufzug\">Uhren mit automatischen Selbstaufzug<\/a><\/li><li><a class=\"js-smooth-scroll\" href=\"#p-von-manufakturkalibern-und-rohwerken\">Von Manufakturkalibern und Rohwerken<\/a><\/li><\/ul><hr class=\"table-content-divider\"><p>In unserem vergangenen Blogbeitrag haben wir die <a title=\"Mechanische Uhren mit Handaufzug\" href=\"https:\/\/www.watch.de\/blog\/mechanische-uhren-handaufzug\/\" >Urspr\u00fcnge mechanischer Uhren<\/a> bis in das 14. Jahrhundert zur\u00fcck verfolgt. Im Vergleich dazu ist die Geschichte der Automatikuhr noch jung: Zwar gab es bereits seit 1770 automatische Taschenuhren. Sie waren jedoch sehr teuer und konnten sich nicht gegen die Modelle mit Handaufzug durchsetzen. Erst mit Beginn des 20. Jahrhundert begann der Siegeszug der Automatikuhren an den Handgelenken.<br \/>\nGro\u00dfen Anteil daran hatte der Engl\u00e4nder John Harwood, der als Erfinder der ersten Armbanduhren mit automatischen Aufzug gilt. Massentauglich wurden die Selbstaufzugsuhren jedoch erst im Jahr 1931, wof\u00fcr &#8211; wen wundert es &#8211; Rolex verantwortlich zeichnete. Damals entwickelte Rolex den Perpetual-Rotor, der das Uhrwerk auch bei kleinsten Bewegungen kontinuierlich aufzieht. Das ausgekl\u00fcgelte System sorgte f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Ganggenauigkeit von Automatikuhren und ist bis heute das Herzst\u00fcck jeder modernen mechanischen Uhr mit automatischem Aufzug.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3 id=\"p-wie-funktioniert-eine-automatikuhr\">Wie funktioniert eine Automatikuhr?<\/h3>\n<p>Ein automatisches Uhrwerk ist wie ein normales mechanisches Kaliber aufgebaut, verf\u00fcgt jedoch \u00fcber einen Zusatzmechanismus, der Energie aus Bewegungen (kinetische Energie) in potenzielle Energie umwandelt. Die Zugfeder im Innern der Automatikuhr &#8211; treffenderweise wohnt sie im Federhaus &#8211; ist \u00fcber eine kleine Getriebekette mit einer Schwungmasse (Zentral-, Dreiviertel- oder Mikrorotor) verbunden. Indem diese stets dem Erdmittelpunkt entgegenstrebt, wird die Zugfeder automatisch aufgezogen und speichert die Energie. Je mehr Energie sie hat, desto st\u00e4rker ist sie aufgewunden. Je nach Konstruktion unterscheidet sich dieser grunds\u00e4tzliche Mechanismus. Heute sind meist Automatikuhren mit beidseitigem Aufzug \u00fcblich &#8211; eine Entwicklung, die von unterschiedlichen Manufakturen angesto\u00dfen wurde.<\/p>\n<h3 id=\"p-gleichrichter-kaliber-jede-richtung-bringt-energie\">Gleichrichter-Kaliber: Jede Richtung bringt Energie<\/h3>\n<p>Der erste beidseitig wirkende Aufzug geht auf den Rohwerkefabrikaten Felsa zur\u00fcck, der 1942 mit dem \u201cBydinator\u201d (Kaliber 692) eine kleine Sensation schaffte: Eine kleine Wippe gab die aufgenommene Energie je nach Rotor-Drehrichtung \u00fcber ein oder zwei Zahnr\u00e4der weiter an das Federhaus.<br \/>\nKurz darauf folgte Longines mit einem eigenen Rotor-Uhrwerk, das ebenfalls \u00fcber beidseitigen Aufzug verf\u00fcgte. Ein so genannter Exzenterwechsler sowie unterschiedliche Schalt- und Sperrklinken sorgten f\u00fcr die Polarisierung. Einen noch gr\u00f6\u00dferen Coup landete Eterna im Jahr 1948: Der Ingenieur Heinrich Stamm erfand ein Miniatur-Kugellager, das die Reibung minimierte und die Bruchgefahr reduzierte. Die beiden patentierten Kaliber 1198 und 1199 verf\u00fcgten \u00fcber federlose Klinken, die im Klinkenr\u00fcckgang besonders verlustarm waren &#8211; ein System das in den folgenden Jahrzehnten viele Nachahmer fand.<br \/>\nEine weitere wegweisende Erfindung im Automatik-Universum war der Pellaton-Aufzug, der unter dem Dach der Schaffhauser Manufaktur IWC entwickelt wurde. Das Kaliber 81 und die darauf folgende 85-er Serie konnte ebenfalls Kraft in beiden Drehrichtungen aufnehmen. Grundlage daf\u00fcr sind eine Kurvenscheibe und ein ausgekl\u00fcgeltes Schaltklinken-System.<br \/>\nDie Vorteile eines Uhrwerks mit beidseitigem Aufzug liegen auf der Hand: Die Energie aus jeder Rotorbewegung wird genutzt, ganz gleich, welche Richtung eingeschlagen wird. Dabei ist insbesondere die Konstruktion des Wechselgetriebes bis heute ein Thema: Alle drei vorgestellten M\u00f6glichkeiten, Zahnrad-, Klinken- und Exzenterwechsel, werden heute nach wie vor in automatischen Uhrwerken verbaut.<\/p>\n<h3 id=\"p-uhren-mit-automatischen-selbstaufzug\">Uhren mit automatischen Selbstaufzug<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Rolex_Milgauss.jpg\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2653\" style=\"margin-top: 5px; margin-right: 10px; border: 5px solid #52bb41;\" title=\"Rolex Oyster Perpetual Milgauss\" src=\"https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Rolex_Milgauss-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"260\" srcset=\"https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Rolex_Milgauss-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Rolex_Milgauss-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Rolex_Milgauss.jpg 755w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a>Im folgenden stellen wir Ihnen einige Zeitmesser vor, die mit einem automatischen Selbstaufzugsmechanismus arbeiten. Da <a title=\"Uhren von Rolex bei watch.de\" href=\"https:\/\/www.watch.de\/germany\/rolex.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Rolex<\/a> hier ein Vorreiter war, darf die Schweizer Prestige-Marke in dieser Runde nat\u00fcrlich nicht fehlen. Ein sch\u00f6nes Modell aus den Rolex-Kollektionen ist die <a title=\"Rolex Milgauss\" href=\"https:\/\/www.watch.de\/germany\/rolex-oyster-perpetual.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Oyster Perpetual Milgauss<\/a>. Unter Rolex-Aficionados d\u00fcrfte die Reihe Milgauss ebenso bekannt sein wie Datejust oder Daytona. F\u00fcr alle anderen hier noch einmal ein kleiner R\u00fcckblick: Urspr\u00fcnglich wurde die Milgauss f\u00fcr Ingenieure und Wissenschaftler entwickelt, die bei ihrer Arbeit mit elektromagnetischen Wellen in Ber\u00fchrung kamen. Die Uhr kann Magnetfeldern bis zu 1.000 Gau\u00df voll funktionsf\u00e4hig standhalten. Ihr Name erkl\u00e4rt sich also aus der Zusammensetzung von \u201cmille\u201d (franz. f\u00fcr tausend) und Gau\u00df, der Einheit der magnetischen Flu\u00dfdichte.<br \/>\nDa die Milgauss vorwiegend als Nischenprodukt wahrgenommen wurde, nahm Rolex sie 1988 aus dem Programm. 2007 feierte die Milgauss ihr Comeback. Mittlerweile hat sie sich von ihrer Beschr\u00e4nkung auf den wissenschaftlichen Bereich frei gemacht: Sie ist der richtige Zeitmesser f\u00fcr all diejenigen, die eine robuste und schlichte Uhr mit einem Hauch des Besonderen suchen, der sich z. B. in dem blitzf\u00f6rmigen Sekundenzeiger auf dem Ziffernblatt zeigt.<br \/>\nIn Sachen innovativer Uhrwerke macht Rolex seinem Namen nach wie vor alle Ehre: Im Herzen der Oyster Perpetual Milgauss tickt das Kaliber 3131 mit automatischen Selbstaufzugsmechanismus, das vollst\u00e4ndig von Rolex entwickelt und hergestellt wurde. Bestandteile des besonderen Kalibers werden mit Niobium-Zinkonium-Legierung gegen Magnetfelder gesch\u00fctzt und halten Temperaturschankungen optimal stand. Wie alle Perpetual-Uhrwerke von Rolex ist auch das 3131 von dem unabh\u00e4ngigen Schweizer Institut Contr\u00f4le Officiel Suisse des Chronom\u00e8tres (COSC) Chronometer-gepr\u00fcft.<\/p>\n<h3 id=\"p-von-manufakturkalibern-und-rohwerken\">Von Manufakturkalibern und Rohwerken<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/IWC_top_gun.jpg\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-2650\" style=\"margin-top: 5px; margin-left: 10px; border: 5px solid #52bb41;\" title=\"IWC Top Gun Chronograph\" src=\"https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/IWC_top_gun-284x300.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"274\" srcset=\"https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/IWC_top_gun-284x300.jpg 284w, https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/IWC_top_gun.jpg 722w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a>In der Geschichte der Automatikwerke spielte <a title=\"IWC Uhren bei watch.de\" href=\"https:\/\/www.watch.de\/germany\/iwc.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">IWC <\/a>ebenfalls eine gro\u00dfe Rolle. Noch heute geh\u00f6rt das Schweizer Uhrenhaus zu den wenigen Manufakturen in der Luxusuhrenbranche. Ein sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr die Innovationskraft von IWC ist der <a title=\"IWC Top Gun Chronograph\" href=\"https:\/\/www.watch.de\/germany\/iwc.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Top Gun Chronograph<\/a>. Optisch orientiert an den Beobachtungsuhren der 1930er und 40er Jahre f\u00e4llt die Uhr voll in den aktuellen Trend zum Military-Style. Heute interessieren wir uns jedoch mehr f\u00fcr die inneren Werte: Hier punktet der Top Gun Chronograph mit dem IWC-eigenen Manufakturkaliber 89365, das eine unglaubliche Gangreserve von 68 Stunden hat. Zugleich verf\u00fcgt das Uhrwerk \u00fcber die Flybackfunktion, die es erm\u00f6glicht, eine neue Zeitmessung ohne Zwischenstopp aus einer laufenden heraus zu beginnen. Optimal f\u00fcr Flieger und diejenigen mit einem Faible f\u00fcr Milit\u00e4ruhren!<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Logines_Mastercollection.jpg\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2652\" style=\"margin-top: 5px; margin-right: 10px; border: 5px solid #52bb41;\" title=\"Longines Master Collection mit Mondphase\" src=\"https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Logines_Mastercollection-300x277.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Logines_Mastercollection-300x277.jpg 300w, https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Logines_Mastercollection.jpg 824w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a>Wenn ein Unternehmen Ahnung von Uhrwerken hat, ist es wohl der Rohwerkelieferant ETA &#8211; seine Bedeutung f\u00fcr die Uhrenbranche soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden. Nach wie vor werden die Kaliber von ETA gerne in zahlreichen Uhren unterschiedlicher Hersteller verbaut. Insbesondere Unternehmen, die wie ETA zur Swatch Group geh\u00f6ren, profitieren nach wie vor davon, da sie nicht von der bewussten Verknappung der Rohwerke betroffen sind. So auch <a title=\"Uhren von Longines bei watch.de\" href=\"https:\/\/www.watch.de\/germany\/longines.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Longines<\/a>. Im Jahr 2005 erneut gegr\u00fcndet, verschaffte sich Longines rasant einen Namen in der Uhrenbranche. Dabei haben sich die Schweizer Uhrmacher zum Ziel gesetzt, Modelle mit echtem Wert und unverwechselbarem Charakter zu liefern. Die <a title=\"Longines Master Collection mit Mondphase\" href=\"https:\/\/www.watch.de\/blog\/mechanische-uhren-handaufzug\/\" >Longines Master Collection<\/a> mit Mondphase ist ein Beispiel daf\u00fcr. In ihrem historischen Design mit dem liebevoll guillochierten Ziffernblatt ist das Modell ein Klassiker der Neuzeit. In seinem Herzen tickt das Kaliber Longines L678, das auf dem Basiskaliber ETA 7751 aufbaut. Damit ist eines klar: Die Longines Master Collection Mondphase ist ein verl\u00e4sslicher Zeitmesser, dessen Wartung Ihnen niemals Probleme bereiten wird: Mit dem ETA 7751 kann auch der Uhrmacher in China, Indien oder Australien umgehen.<br \/>\nDiesen Vorteil kann auch das Valjoux 7750 f\u00fcr sich behaupten. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-2649\" style=\"margin-top: 5px; margin-left: 10px; border: 5px solid #52bb41;\" title=\"Davosa Matrix Stahl Carbon\" src=\"https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Davosa_Matrix-253x300.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"296\" srcset=\"https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Davosa_Matrix-253x300.jpg 253w, https:\/\/www.watch.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Davosa_Matrix.jpg 638w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Tats\u00e4chlich handelt es sich bei dem Kaliber vermutlich um das erfolgreichste automatische Chronographenwerk aller Zeiten &#8211; und das, obwohl der Rotor nur in eine Richtung wirkt. Dennoch ist das Werk f\u00fcr seine gute Aufzugsleistung und Ganggenauigkeit bekannt und l\u00e4sst sich sogar als Chronometer zertifizieren. Auch die <a title=\"Davosa Matriy\" href=\"https:\/\/www.watch.de\/germany\/davosa.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Davosa Matrix<\/a> ist mit diesem Chronographenwerk ausgestattet. Modernste Hightech-Materialien wie Karbon und Keramik verleihen der interessanten Sportuhr eine rasante Optik, die mit einem exzellenten Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis lockt.<br \/>\nWeitere interessante Modelle mit automatischem Aufzug finden Sie bei <a title=\"Online-Shop f\u00fcr Markenuhren und mehr\" href=\"https:\/\/www.watch.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">watch.de<\/a>! Wir freuen uns auf Sie!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserem vergangenen Blogbeitrag haben wir die Urspr\u00fcnge mechanischer Uhren bis in das 14. Jahrhundert zur\u00fcck verfolgt. 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