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Zigarre richtig rauchen: So machen es die Profis

Zigarren kaufen kann jeder. Eine Zigarre richtig zu rauchen verlangt jedoch ein wenig Übung sowie Kenntnis einiger wichtiger Regeln. Peter Stephani, Inhaber von www.zigarre.de und überzeugter Aficionado, verrät in seinem Gastbeitrag auf watch.de, wie das Rauchen einer Zigarre auch für Novizen zu einem echten Hochgenuss wird und welche Fauxpas man unbedingt vermeiden sollte.

Peter Stephani, Chef von Zigarre.de

Die wichtigste Regel sei gleich verraten: Lassen Sie Geduld walten. Das Zigarrerauchen – von der Entnahme bis zum ersten Zug – gleicht einem Ritual, bei dem jeder Schritt und jede Tätigkeit mit größter Sorgfalt ausgeführt wird. Hektik ist beim Rauchen einer Zigarre völlig fehl am Platz. Dementsprechend sollten Sie eine gewisse Zeit für den Genuss einer Zigarre einplanen, je nach Zigarrenformat zwischen 45 Minuten und drei Stunden. Zigarren werden zudem nicht geraucht, sondern gepafft. Das heißt, dass der Rauch nicht tief in die Lunge inhaliert, sondern in der Mundhöhle behalten wird. Das ist nicht nur gesundheitlich weniger schädlich, der Geschmack des Tabaks kann sich so auch viel besser entfalten.

Zigarre anschneiden und entzünden – die Dos and Don‘ts

Bevor die Zigarre rauchfertig ist, muss sie angeschnitten und entzündet werden. Als erstes kommt der Anschnitt. Dazu wird ein Teil der sogenannten Kappe abgeschnitten, also der Bereich des Deckblattes, der den Kopf der Zigarre verschließt. Achten Sie jedoch darauf, einige Millimeter der Kappe stehen zu lassen. So verhindern Sie, dass das Deckblatt am Kopf während des Smokes allmählich abblättert. Für das professionelle Anschneiden von Zigarren sind im Fachhandel verschiedene Cutter, Bohrer oder Zigarrenscheren erhältlich.

Ebenso wichtig wie das Anschneiden ist die Prozedur des Anzündens. Dazu wird das unter Ende der Zigarre – im Fachjargon Fuß genannt – zunächst ganz langsam erhitzt bzw. angeröstet. Das Feuer halten Sie dabei nicht direkt an die Zigarre, damit das Deckblatt sowie der Tabak nicht zu heiß werden und womöglich verkohlen. Nach dem Anrösten folgt das Anglühen des Fußes. Dabei sollten alle Seiten der Zigarre gleichmäßig entzündet werden, um lästigem Schiefbrand vorzubeugen. Dies gelingt durch sorgfältiges Drehen der Zigarre und Nachfeuern.

Bitte verwenden Sie zum Anzünden von Zigarren immer ein spezielles Zigarrenfeuerzeug, Zigarrenstreichhölzer oder Zedernholzspäne. Zu den absoluten No-Gos zählen Benzinfeuerzeuge, geschwefelte Streichhölzer und Kerzen. Sie führen zu einer erheblichen Verfälschung des Zigarrengeschmacks.

Gut Ding will Weile haben: Zigarre rauchen ohne Hast

Während eines Smokes sollten Sie sich für die einzelnen Züge an der Zigarre Zeit lassen. Wer zu schnell oder zu stark zieht, erhitzt den Tabak zu stark, sodass die feinen Aromen in Mitleidenschaft gezogen werden. Ein Zug pro Minute reicht völlig aus. Wie auch beim Essen und beim Trinken sind für die Aufnahme der Tabakaromen Nase und Zunge verantwortlich. Dementsprechend sollte der Rauch ein paar Sekunden in der Mundhöhle verbleiben, bevor er wieder ausgeblasen wird. Die Geschmacksrezeptoren haben dann genügend Zeit, um wirklich alle Nuancen zu erfassen. Wenn die Zigarre während des Smokes erlöscht, ist das völlig in Ordnung. Sie entzünden die Zigarre einfach wieder – wie gewohnt am Fuß.

Wollen Sie das Rauchen der Zigarre beenden, drücken Sie die Zigarre nicht wie eine gewöhnliche Zigarette am Boden eines Aschenbechers aus. Man lässt sie „in Ruhe sterben“, indem sie einfach abgelegt wird. So verleihen Aficoandos ihren Respekt für das Produkt Ausdruck.

Eine kleine Zusammenfassung finden Sie in diesem Video. Guten Smoke!

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