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Baselworld 2014 – In Sphären der Superlative

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Messegebäude der Baselworld 2014

Vor einer guten Woche endete die Baselworld 2014 nach acht erfolgreichen Tagen. Die weltweit führende Uhren- und Schmuckmesse setzt bereits seit mehr als 100 Jahren Trends in der Luxus-Branche. In der drittgrößten Stadt der Schweiz präsentieren die weltweit bekanntesten und relevantesten Uhrenmarken alljährlich ihre neuesten Kreationen und Innovationen.
Auch dieses Jahr ließen sich rund 150.000 Besucher von den faszinierenden Messeständen beeindrucken. “Die Stände der größten Hersteller sind atemberaubend im Design und der Aufmachung. Zum Teil sind sie so groß wie Mehrfamilienhäuser”, berichtet Marius Häffner, der die Messe stellvertretend für das gesamte Team von Juwelier Ralf Häffner besuchte. “Für uns ist die Baselworld ein Pflichttermin. Hier treffen sich alle Hauptakteure der Uhren- und Schmuckindustrie und es bietet sich die Gelegenheit persönlicher Gespräche”, ergänzt sein Vater Ralf.

Trendbarometer Baselworld

Die Baselworld ist der wichtigste Gradmesser dafür, wohin sich die neuesten Uhren-Trends bewegen. “Da wir unseren Kunden stets ein aktuelles Angebot bieten möchten, ist die Schweizer Messe für uns von größter Bedeutung”, erklärt Marius Häffner. Bereits am ersten Messetag erkannte der Stuttgarter Uhrenexperte, dass eine der wichtigsten Entwicklungen in der Uhrenbranche zur Anwendung modernster Materialien geht, z. B. Carbon und Keramik. Um diese Materialen optimal einsetzen zu können, werden immer wieder neue Fertigungsmethoden entwickelt und vorgestellt.
Ein weiterer erkennbarer Trend der Baselworld 2014 waren mit PVD beschichtete, schwarze Uhren. Viele Hersteller haben bemerkt, dass die Black Beautys bei Uhrenfans immer beliebter werden und ihr Angebot entsprechend um dunkle Schönheiten erweitert.

Back to the Basics

“Ich habe mich ganz besonders darüber gefreut, dass der Trend wieder in Richtung Manufakturkaliber geht”, sagt Marius Häffner. Viele kleinere Hersteller sind dazu übergegangen, ihre Uhrwerke im eigenen Haus herzustellen statt sie auf Basis von Standardwerken aufzubauen.
In der Uhrenbranche ist es Gang und Gäbe, dass Firmen die Werke externer Hersteller kaufen. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass die Standardwerke sich bereits in sehr vielen Uhren bewährt haben. Ein Beispiel dafür ist eines der erfolgreichsten Chronographenkaliber, das vielfach verbaute ETA Valjoux 7750. Allerdings können Standardwerke nur bis zu einem gewissen Grad an die individuellen Anforderungen des Designs angepasst werden, d. h. beispielweise, die Position der Datumsanzeige ist von Anfang an festgelegt.
Bei Manufakturwerken hingegen ensteht die Uhr in einem Guss: Liegen die Entwürfe für das Design vor, kann das Uhrwerk individuell angefertigt werden.

Rolex belebt die GMT Master II „Pepsi“ wieder

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Die Rolex GMT Master II Pepsi wurde erstmals in den 1950er Jahren auf den Markt gebracht. Rolex-Fans wissen, dass sich die Farbgebung der Lünette nicht von dem amerikanischen Softdrink ableitet, sondern von der Airline Pan Am.

Alles in allem lässt sich sagen, dass die Baselworld 2014 wieder einmal sehr interessant und beeindruckend war. Da es der Uhren- und Schmuckbranche insgesamt schon einmal besser ging, waren die

Themen Kundenbindung und Imagestärkung zwei wichtige Faktoren. So lässt sich auch erklären, dass sich Rolex in der Wahl seiner Neuheiten an Kundenwünschen orientierte und eine der beliebtesten und bekanntesten Sportuhren weltweit erneut auflegte: Die Rolex GMT Master II mit der rot-blauen Lünette, die seit vielen Jahren den liebevollen Beinamen “Pepsi” trägt.
Immer wieder einmal Bestandteil der Rolex-Kollektion, wurde die “Pepsi” seit Jahren nicht mehr produziert – bis 2014. Das besondere an der neu aufgelegten Uhr ist die zweifarbige Keramiklünette. Der Herstellungsprozess von Keramik in hellen Farben ist sehr aufwendig und schwer, weshalb bisher keine Zeitmesser mit roten Keramikelementen auf dem Markt waren. Voll Schweizer Understatement und Zurückhaltung präsentierte Rolex auf der Baselworld also wieder einmal eine Weltneuheit. Die schöne Uhr wird in der Neuauflage exklusiv aus Weißgold gefertigt und ist somit Bestandteil des Rolex-Hochpreissegments.

Aufwendige Komplikationen als Aushängeschild

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Die Nautilus Travel überzeugt mit der charakteristischen Nautilus-Gehäuseform. Dank einer zweiten Zeitzone sind auch Weltenbummler immer up to date.

Im Bereich “Great Complications” spielten sich TAG Heuer mit der Monaco V4 Tourbillon und Patek Philippe mit einer neuen Nautilus in den Vordergrund. Das Besondere an der Nautilus ist, dass sie mit einem Chronographen und einer zweiten Zeitzone ausgestattet ist.

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Die TAG Heuer Monaco V4 beeindruckt durch ihre Funktionen und die mondäne Optik.

TAG Heuer präsentierte zum zehnjährigen Jubiläum der Monaco V4-Serie erstmalig ein riemengetriebenes Tourbillon. Das V4-Tourbillon-Werk setzt sich aus 214 Komponenten zusammen und ist mit 46 Rubinen und 9 Mikrokugellagern versehen. Beindruckend ist insbesondere die Optik des schwarzen Zeitmessers, denn die komplizierte Technik kann durch das teilweise skelettierte Ziffernblatt betrachtet werden.
An dieser Stelle die Neuheiten aller Hersteller zu erwähnen, ist in etwa ebenso aussichtlos, wie die Stände aller Aussteller an einem Tag zu besichtigen. Daher möchten wir unsere Eindrücke der Baselworld 2014 im Bild mit Ihnen teilen.

Der Stand von Rolex auf der Baselworld 2014

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 Breitling und Omega

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Weitere Fotos finden Sie in unserem Baselworld-Album auf Facebook. Die meisten Neuheiten der Baselworld werden vermutlich im Sommer diesen Jahres auf den Markt kommen. Sobald die ersten bei watch.de eintreffen, werden wir Sie bei Facebook darüber informieren. Oder laden Sie sich doch die watch.de-App für mobile Endgeräte herunter. So behalten Sie immer den Überblick über unsere Neuzugänge und Okkasionen. Viel Spaß!

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