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Die Tücken am Zoll

Zoll Luxusuhren
William Potter/Shutterstock.com | Custom declaration form

Zöllner achten bei Grenzkontrollen auf luxuriöse Uhren

Hochwertige Uhren sind eine teure Angelegenheit. Wer jedoch ein preiswertes Schnäppchen im außereuropäischen Land ergattert und dieses unangemeldet nach Deutschland einführen möchte, dem kann es schnell passieren, dass der Zoll aufmerksam wird. Noch Jahre später kann die eigentlich fällige Steuer gefordert oder eine hohe Strafe verhängt werden. Wer als Uhrenliebhaber auf Reisen geht, muss also einiges beachten.Wird der Reisende beispielsweise mit einer Uhr am Handgelenk ertappt und kann nicht nachweisen, dass er diese korrekt angemeldet und vor allen Dingen auch versteuert hat, wird das Schmuckstück konfisziert. Es wird in die Asservatenkammer gebracht, wo Experten den genauen Wert ermitteln.

Steuern auf hochwertige Gegenstände zahlen

Wer aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehrt, muss auf hochwertige Waren, die er mitbringen möchte, Steuern zahlen. Bei einem strafbaren Zollvergehen beläuft sich die Verjährungsfrist auf bis zu zehn Jahre. Wer mit teurem Schmuck oder teuren Uhren auf Reisen geht, sollte nachweisen können, wo und wann er diese erworben hat. Ging der Beleg dafür verloren, kann ein Uhrenhersteller oder eine Manufaktur oft nachvollziehen, welche Händler von ihnen beliefert wurden. Dort lässt sich ein verloren gegangener Beleg als Kopie rekonstruieren. Ist die teure Uhr dagegen ganz ohne Kaufnachweis, nimmt der Zoll gerne an, dass hier exquisite Waren geschmuggelt werden. Das kann richtig teuer werden. Diese Erfahrung mussten selbst Prominente und Politiker bereits machen: Karl-Heinz Rummenigge, Präsident des FC Bayern München, wurde beispielsweise am Zoll des Münchener Flughafens mit zwei Rolex-Uhren im Wert von 100.000 Euro erwischt, die er als Geschenk bekommen hatte. Anschließend wurde nicht nur Zoll, Einfuhrumsatz- und Schenkungssteuer fällig, sondern das Münchener Landgericht verhängte auch eine saftige Geldstrafe in Höhe von 250.000 Euro.

Die Einfuhrumsatzsteuer ist auf jeden Fall fällig

„Duty-free“ in Hongkong, Dubai oder anderswo heißt nicht „einfuhrsteuerfrei“. Wer Waren außerhalb der Europäischen Union kauft, muss ab einem bestimmten Betrag die Einfuhrumsatzsteuer zahlen, die dem Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent entspricht. Diese wird auch bei einem Kauf innerhalb Europas fällig, wenn die Mehrwertsteuer im Land, in dem der Kauf getätigt wurde, dafür entfällt. Wer von außerhalb in die EU zurückkehrt, zahlt zusätzlich eine Zollgebühr. Noch Jahre nach dem Kauf können die Zollbeamten den Reisenden zur Rechenschaft ziehen und Steuern und Zoll fordern. Auch Touristen, die sich in einem Steuerparadies mit teuren Uhren eindecken, sollten an der Grenze die Erklärung wahrheitsgemäß ausfüllen. Zwar sind in Samnaun im Engadin in der Schweiz nur acht Prozent Mehrwertsteuer fällig, doch wer diese an der Grenze zu Deutschland nicht nachzahlt, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen.

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