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ETA Uhrwerke vs. Manufakturkaliber

ETA-Uhrwerke

ETA Uhrwerke prägen die (Schweizer) Uhrenwelt weit mehr, als man denken würde: Selbst große Luxusuhrenhersteller wie Breitling, IWC oder Omega, verbauen Werke oder Teile der ETA SA. Zum Repertoire des Schweizer Unternehmens gehören sowohl einfache Quarz-Werke als auch exklusive Kaliber für Luxusuhren mit aufwendigen Komplikationen. Lesen Sie hier, was ETA-Uhrwerke auszeichnet, welche Vorteile sie gegenüber Manufakturkalibern ausspielen, und in welchen Uhren sie verbaut werden.

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Was ist ein ETA Uhrwerk?

ETA Uhrwerke sind Werke oder Rohwerke der ETA SA Manufacture Horlogère Suisse. Die ETA SA mit Sitz in Grenchen gehört zur Swatch Group und hat eine marktbeherrschende Stellung im Bereich Uhrwerke, Rohwerke und Uhren. Derzeit werden ETA Uhrwerke an über zehn Standorten gefertigt, größtenteils in der Schweiz. Das Unternehmen hält rund 8.000 Mitarbeiter.

ETA SA — Die Geschichte

ETA erwuchs in den 1930er Jahren aus der Partnerschaft von Eterna (Gründer: Josef Girard und Anton Schild) und der Ébauches SA (Vereinigung vieler kleiner Rohwerkehersteller wie Unitas oder Valjoux). 1985 wurden mehrere Rohwerkehersteller unter dem Namen ETA SA zusammengeführt, die im Zuge der Quarzkrise mittlerweile Teil der Swatch Group geworden war.

In welchen Luxusuhren stecken ETA Uhrwerke?

Viele Hersteller verwenden für ihre Uhren ETA Uhrwerke, darunter Tudor, Laco oder Revue Thommen. Doch selbst große Luxusuhrenmarken wie Omega, Breitling oder IWC setzen ETA Werke ein oder haben dies zumindest in früheren Zeiten gemacht – die Entwicklung eines eigenen Kalibers ist schließlich aufwendig und teuer; auch die Produktion einzelner Teile, beispielsweise Spiralfedern, lässt sich erst ab großen Stückzahlen wirtschaftlich gestalten. Darüber hinaus sind die bestehenden Werke der ETA SA, zum Beispiel das Kaliber 2892-A2, seit vielen Jahren bewährt und kaum fehleranfällig.

Ungefähr seit den 1980er Jahren beliefert die ETA SA, wie wir sie heute kennen, die Schweizer Uhrenindustrie mit ausgefeilten – und bewährten – Uhrwerken in vier Qualitätsstufen: Standard, Elaboré, Top und Chronomètre, je nach gewünschter Qualität und Präzision.
Gerade bei Luxusuhrenherstellern werden die Werke nach Auslieferung noch individuell angepasst und finissiert. Vielfach wird hierbei der Name ETA durch eine eigene Bezeichnung ersetzt. Auf den ersten Blick ist vielfach nicht erkennbar, ob in einer Uhr ein ETA Uhrwerk oder ein Manufakturkaliber tickt.

Die wichtigsten ETA Uhrwerke

Kaliber 2824-2

Kaliber 2824-2 ist eines der am häufigsten genutzten Basis-Kaliber von ETA, das zum Beispiel in Uhren von Tudor (Tudor Kaliber 2824), Davosa oder Mühle Glashütte zum Einsatz kommt. Das Automatikwerk mit 21 Juwelen und einer Unruhfrequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (A/h) wird auch gerne als “Panzer” bezeichnet, weil es als besonders robust und präzise gilt.

Die schwarze Davosa Military ist mit einem ETA 2824-2 ausgestattet.


Die schwarze Davosa Military ist mit einem ETA 2824-2 ausgestattet.

Davosa Military — sofort lieferbar

Kaliber 7750

Das ETA 7750, ursprünglich Valjoux 7750, oft auch ETA Valjoux 7750 genannt, gehört zu den bekanntesten Chronographenwerken und wurde bzw. wird zum Beispiel im Breitling Chronomat und der IWC Da Vinci verbaut. Auch Omega und TAG Heuer nutzen das Kaliber 7750 als Basis für die eigens entwickelten Kaliber. Darüber hinaus kommt das ETA 7750 unter anderem in Uhren von U-Boat, Maurice Lacroix und Fortis zum Einsatz,

Varianten des 7750:

  • Kaliber 7751: Um Kalender und Mondphasenanzeige ergänzt
  • Kaliber 7753: Totalisatoren auf 3, 6 und 9 Uhr

MIttlerweile gibt es das ETA 7750 auch in einer größeren Variante, um dem Trend nach größeren Uhren gerecht zu werden.

Maurice Lacroix Pontos aus dem Jahr 2020 wurde mit einem ETA 7750 ausgestattet.


Die Maurice Lacroix Pontos aus dem Jahr 2020 wurde mit einem ETA 7750 ausgestattet.

Maurice Lacroix Pontos — sofort lieferbar

Kaliber 2892-A2

Viele größere Luxusuhrenhersteller setzen auf das ETA 2892-A2, zum Beispiel IWC und Breitling. Das Automatikwerk punktet mit einer Gangreserve von 42 Stunden, besitzt eine Unruhfrequenz von 28.000 A/h und hat 21 Juwelen.
Omega nutzte das Kaliber 1999 als Grundlage für die erste Serie der Co-Axial-Kaliber 2500. Bei Tudor kommt das Werk beispielsweise bei den Heritage-Chronographen zum Einsatz: In diesem Fall wird ein zusätzliches Chronographenmodul auf das Kaliber 2892-A2 montiert.

Interessant: Sind bei einem Chronographen die Drücker höher als die Krone ausgerichtet, handelt es sich vermutlich um ein Kaliber, das um ein Modul ergänzt wurde.

Im Inneren der Louis Erard 1931 GMT tickt das ETA 2892-A2.


Im Inneren der Louis Erard 1931 GMT tickt das ETA 2892-A2.

Louis Erard 1931 GMT — sofort lieferbar

Kaliber 6497

Die Wurzeln des ETA 6497 gehen zurück auf ein Unitas-Taschenuhrwerk; in seiner edelsten Ausformung wird dieses Kaliber zum Beispiel gerne von Panerai verwendet.

Interessant: Bei einer Taschenuhr steht die Krone auf zwölf Uhr und die kleine Sekunde befindet sich typischerweise auf der Höhe von sechs Uhr. Dies erklärt die Positionierung der kleinen Sekunde auf neun Uhr bei vielen Panerai-Uhren mit dem Kaliber 6497.

Das Handaufzugswerk ETA 6497 gibt es in zwei Varianten, einmal mit 46 und einmal mit 53 Stunden Gangreserve.

Die Panerai Luminor wird vom ETA 6497-2 angetrieben.


Die Panerai Luminor wird vom ETA 6497-2 angetrieben.

Panerai Luminor — sofort lieferbar

Manufakturkaliber vs. ETA Uhrwerke

Eine Uhr mit Manufakturkaliber, das eigens vom Hersteller entwickelt und eingesetzt wurde, erscheint um einiges exklusiver, als eine Uhr mit ETA Kaliber. Dennoch gibt es zahlreiche Gründe, die für Uhren mit mechanischen Uhrwerken eines Drittanbieters sprechen.

  • Für ETA sprechen viele Jahre Erfahrung und die Unternehmensgröße: ETA Uhrwerke haben sich seit vielen Jahren bewährt; bei neu eingeführten Manufakturkalibern kann es einige Zeit dauern, bis potenzielle Schwachstellen optimiert und beseitigt wurden
  • Uhrmacher sind mit ETA Uhrwerken vertraut, viele haben diese bereits in ihrer Ausbildung kennen gelernt
  • Die Reparatur und Wartung von ETA Uhrwerken ist auf viele Jahre gesichert: Die Wartung ist bei Uhrmachern weltweit möglich; Ersatzteile sind einfach zu beschaffen und die Kosten vergleichsweise niedrig. Bei Manufakturkalibern ist die Wartung vielfach auf zertifizierte Service-Center beschränkt und natürlich vom Fortbestehen des Unternehmens abhängig

Trotz aller Vorteile, die Uhren mit ETA Uhrwerken bieten, gibt es natürlich auch Pro-Argumente für Manufakturkaliber. Sie sind zum einen Beweis der Handwerkskunst eines Herstellers und prägen die Faszination, die von Luxusuhren ausgeht. Uhrenmarken, die auf eigene Werke setzen, sind völlig frei in der Gestaltung ihrer Zeitmesser, sowohl hinsichtlich der Größe als in der finalen Ausformung des Zifferblattes. Zudem bieten Manufakturkaliber Raum für bahnbrechende technische Neuerungen.

Hier erfahren Sie mehr über Uhren mit Manufakturkaliber.

Ob Manufakturkaliber oder mechanisches ETA Uhrwerk, bleibt vielfach eine Frage zwischen Emotion und Vernunft: Wofür entscheiden Sie sich? Das watch.de Team steht Ihnen bei der Entscheidung gerne beratend zur Seite. Nutzen Sie zum Beispiel die Chance zur Videoberatung oder rufen uns an: 0711 9330890.

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