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Panerai: Von den Anfängen bis zu Sylvester Stallone

Panerai Uhren von den Anfängen bis zu Sylvester Stallone

Große Klassiker haben meist eines gemeinsam – sie werden nur behutsam verändert und sind daher in Sekundenbruchteilen klar erkennbar. Die Taucheruhren des italienischen Unternehmens Officine Panerai gehören zu diesen Klassikern. Erfahren Sie Wissenswertes rund um die Uhren mit dem markanten Kronenschutz.

Die Zeitmesser von Panerai sind ehrlich betrachtet keine technischen Wunderwerke mit ausgefallenen Funktionen oder innovativer Mechanik – das erste eigene Uhrwerk wurde sogar erst 2005 vorgestellt. Der großartige Erfolg der Marke – die heute zu den Top-30-Luxusuhrenmarken der Welt zählt – liegt vielmehr in dem unverkennbaren Design der Uhren sowie einer spannenden Erfolgsgeschichte begründet. Sowohl die königliche italienische Marine als auch Hollywood-Schauspieler Sylvester Stallone spielen darin eine tragende Rolle.

Zu den Anfängen

Die Geschichte von Panerai beginnt 1860, als sich Giovanni Panerai als Uhrmacher mit einem Werkstatt- und Geschäftsbetrieb auf der Ponte alle Grazie in Florenz niederlässt. In erster Linie fertigt das kleine Familienunternehmen zunächst nautische Instrumente, wie beispielsweise Tiefenmesser und Kompasse für die italienische Marine. Mit der Zeit kommen zahlreiche Patente im Uhren- und Optikbereich hinzu. 1890 übernimmt Großenkel Guido Panerai das Unternehmen und benennt es um von „Orologeria Svizzera” in „Officine Panerai”.

Die Kooperation mit der Marine bleibt bestehen und so fertigt Panerai auch seine hochpräzisen Zeitmesser zunächst ausschließlich für die italienische Marine. Diese tritt im Jahr 1938 an das Unternehmen mit dem Auftrag heran eine Taucheruhr zu produzieren, welche hohem Wasserdruck standhalten kann und das Ablesen der Zeit auch im Dunkeln ermöglicht. Zudem soll die Uhr äußerst zuverlässig sein.

Die Anforderungen waren sehr hoch und damals von Panerai allein nicht zu bewältigen. Das Ergebnis war letztlich eine Armbanduhr mit einem Rolex-Gangwerk sowie einem Zifferblatt mit der Leuchtmasse „Radiomir”: die Panerai Radiomir.

Radiomir und Luminor

Das Zifferblatt der Radiomir wurde eigens von Panerai entwickelt und mit der fluoreszierenden Substanz „Radiomir” ausgestattet, welche Guido Panerai bereits im Jahr 1915 patentieren ließ. Die gleichnamige Uhr Panerai Radiomir war unter Wasser und bei schlechten Lichtverhältnissen unübertroffen gut ablesbar und wurde unter strenger Geheimhaltung zunächst nur von einem Spezialkommando der italienischen Marine getragen.

Radium verfügt als radioaktiv geladener Stoffe über die Eigenschaft, ohne weiteres Aufladen (Kunst- / Tageslicht) über einen sehr langen Zeitraum zu leuchten. Die Intensität der Leuchtkraft lässt jedoch mit den Jahren nach. Bei den heutzutage verwendeten, gesundheitlich unbedenklichen Leuchtmassen Luminova und Superluminova verhält es sich völlig anders. Deren Pigmente leuchten erst, wenn sie vorher einer Lichtquelle, egal ob Kunst- oder Tageslicht, ausgesetzt werden.

Panerai Radiomir 8 Days Titan Handaufzug

Panerai Radiomir 8 Days Titan Handaufzug

 

Ab 1950 wurde der radioaktive und damit gesundheitlich bedenkliche Stoff Radium durch die neuartige Leuchtmasse Luminor, einer Substanz auf Tritiumbasis ersetzt und auch der Uhrenname entsprechend in Panerai Luminor geändert. Erst später stellte sich heraus, dass auch Tritium radioaktiv ist. Daher wird heute ausschließlich Superluminova – ein völlig sicherer Leuchtstoff – verwendet. Das Uhrengehäuse dieses weiterentwickelten Zeitmessers erhielt zudem den bis heute für Panerai Uhren charakteristischen Halbmondbügel zum Schutz der Aufzugskrone. Dieser ist dominant an der rechten Gehäuseflanke angebracht und sichert die Wasserdichtigkeit. 1993 wurden die Panerai Luminor und Luminor Marina erstmals für den freien Verkauf produziert.

Bei dem folgenden Modell Luminor Power Reserve sind die Anstoßschlaufen als Teil des Gehäuses aus einem Stahlblock gefräst und gewährleisten so eine maximale Zugfestigkeit für extreme Bedingungen unter Wasser. Anstatt der konischen besitzt dieses Modell eine zylindrische Aufzugskrone – alles typische Merkmale der Luminor Linie.

Panerai Luminor Power Reserve

Panerai Luminor Power Reserve

 

Viele ihrer Merkmale haben die italienischen Luxusuhren von Officine Panerai seit ihren Anfängen behalten: ein großes kissenförmiges Gehäuse (Gehäusegröße von spektakulären 47 Millimetern), ein reduziertes Design, fluoreszierende Ziffern und Markierungen, ein mechanisches Uhrwerk sowie ein wasserfestes Armband von ausreichender Länge, um die Uhr über dem Taucheranzug tragen zu können.

Die Uhrenmodelle der Marke lassen sich noch heute grundlegend in zwei Linien unterteilen: „Radiomir” und „Luminor”. Und wer eine Panerai an seinem Handgelenk trägt kann gewiss sein, dass diese auf den ersten Blick als solche erkannt wird.

Panerai und Sylvester Stallone

Mit dem Beginn der 1970er Jahren wurden analoge Instrumente und Zeitmesser zunehmend durch elektronische ersetzt, was den Absatzmarkt von Panerai merklich einbrechen ließ. Doch das Unternehmen überstand diese Krise. Seit 1997 gehört die Manufaktur zum Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont-Gruppe und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer begehrten Luxus-Uhrenmarke.

Doch was hat Schauspieler Sylvester Stallone mit dem erneuten Erfolg dieser italienischen Uhren zu tun? In dem Film „Daylight” aus dem Jahr 1996 trug Stallone auf eigenen Wunsch deutlich sichtbar eine Armbanduhr der italienischen Marke Officine Panerai, genau gesagt das Modell Luminor Logo mit der Referenz 5218/201-A, und löste damit einen regelrechten Boom auf die Taucheruhren aus. Auch in weiteren Kinofilmen trug Stallone immer mal wieder eine Uhr der italienischen Luxusmarke an seinem Handgelenk und verhalf dem damals noch eher unbekannten Uhrenhersteller so maßgeblich zu seiner Popularität. Ihm zu Ehren tragen einige Modelle den Schriftzug „Daylight” oder „Slytech” (Sly ist Stallone’s Spitzname). Auch andere Hollywood-Stars, darunter Arnold Schwarzenegger, sah man in ihren Filmen von da an gelegentlich mit einer Panerai am Handgelenk.

Mittlerweile produziert Panerai seine Uhren und Uhrwerke im schweizerischen Neuchâtel und verbindet so italienisches Design und Tradition mit feinster Schweizer Uhrmacherkunst. An dem historischen Standort der Orologeria Svizzera befindet sich seit 2001 nach einer sorgfältigen Renovierung eine Panerai-Boutique, ein Treffpunkt für Sammler und Liebhaber der Marke.

Wer gerne eine Panerai sein Eigen nennen und vielleicht sogar zur eingeschworenen Gemeinschaft der Fans (Paneristi) gehören möchte, entdeckt in unserem Online-Shop auf www.watch.de verschiedene Modelle der Linien „Radiomir” und „Luminor”. In unserem Ladengeschäft in Stuttgart-Mitte beraten wir Sie gerne persönlich zu Ihrem Wunschmodell. Kommen Sie vorbei und probieren Sie, wie sich die robuste Taucheruhr mit dem markanten Kronenschutzbügel an Ihrem Handgelenk anfühlt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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