Uhren Lexikon

Submariner, Speedmaster und Co: Tickende Ikonen der Zeit

Rolex Submariner, Omega Speedmaster oder Breitling Navitimer – sie sind die bekanntesten und erfolgreichsten Uhren weltweit, und man erkennt sie auf den ersten Blick. Wir präsentieren Ihnen die wohl zehn berühmtesten Uhren-Modelle unserer Zeit.

Rolex Submariner

Zum Einstieg widmen wir uns einem echten Unterwasser-Star: Die Submariner von Rolex. Sie wird von Rolex kontinuierlich und innovativ verbessert und gilt bei Wassersportlern als der Tauchbegleiter schlechthin. Ihren Ruf verdankt die Rolex Submariner auch ihrem sehr guten Werterhalt. Kenner wissen, eine Submariner kommt nie aus der Mode, ist immer auf dem Markt gefragt und ein begehrtes Sammlerstück. 1953 präsentierte Rolex sein Meisterstück. Die Taucheruhr war die erste, die bis 100 Meter wasserdicht blieb. Doch schon ein Jahr später  wurde dieser Wert auf 200 Meter erhöht – heute sind 300 Meter Standard. Der typische Kronenschutz kam 1959 dazu.
1966 folgte das erste Submariner-Modell mit Datum und der charakteristischen Lupe. Von Anfang an besaß die Submariner ein automatisches Manufakturwerk.
Die neuen Modelle verfügen über eine massive Schließe mit feinstufiger Verlängerungsmöglichkeit und einer kratzfesten Drehlünette aus Keramik. Als eine ihrer größten Konkurrenten könnte man wohl die Omega Seamaster Planet Ocean betrachten. Das Modell mit dem Automatikkaliber 8500 ist bis zu 600 Meter wasserdicht und ist mit einem Heliumventil ausgestattet. Der Preis für die neue Submariner Date auf watch.de: ab 6.666 Euro.

Omega Speedmaster Professional

Einmal zum Mond und zurück – kaum eine andere Uhr verbindet man mit diesem geschichtsträchtigem Ereignis wie die Omega Speedmaster. Kein Wunder: Die Reise zum Mond war ein lang gehegter Menschheitstraum.
Ein kleiner Schritt für die Menschen, aber ein großer für eine Uhr: Bei der ersten bemannten Mondlandung 1969 war die Speedmaster außen am Raumanzug von Edwin Aldrin mit dabei. Weil Sie die Weltraumluft schnuppern durfte, wird sie seither auch „Moonwatch“ genannt.
Aber auch davor und danach begleitete sie fast alle NASA-Weltraummissionen. Dabei hat die Omega Speedmaster sich bis heute kaum verändert. Als sie 1957 das Licht der Welt erblickte, besaß sie noch einen pfeilförmigen Stundenzeiger und eine stahlfarbene Lünette. Doch schon 1963 sah sie mit schwarzer Lünette, Stabzeigern und dem asymmetrischen Gehäuse als Kronenschutz aus wie das heutige Modell. Neben der traditionellen Version mit Plexiglas gibt es mittlerweile auch ein Modell mit Saphirglas und Sichtfenster für das innovative Werk. Der Speedmaster Moonwatch Co-Axial Chronograph (44 mm, Edelstahl) kostet auf watch.de 5.195 Euro.

Breitling Navitimer

Zwar selten benutzt, jedoch hat die Rechenschieberlünette den Fliegerchronographen Navitimer richtig weltberühmt gemacht. Unsere dritte Uhr-Ikone  wurde 1952 von Breitling vorgestellt. Sie war für Piloten gedacht und besaß neben dem Chronographen eine Rechenschieberlünette, mit der sich beispielsweise die Reichweite ausrechnen ließ. 1962 erhielt die Breitling-Uhr ihr typisches Aussehen mit den weiß abgesetzten Hilfszifferblättern. Im Laufe der Zeit gab es starke Designveränderungen und Anfang der siebziger Jahre sorgten LED- und LCD-Anzeigen für technischen Fortschritt am Handgelenk. Heute sieht die Navitimer wieder aus wie in den 60er Jahren – nur dass sie ein Datum, eine Wasserdichtheit von drei Bar und ein anderes Kaliber vorweisen kann.
Auf watch.de finden Sie diverse Navitimer-Modelle.

Audemars Piguet Royal Oak

Unter den Luxusstahluhren ist die Royal Oak wohl die sportlichste Variante – mit ihrer achteckigen Lünette samt Schrauben ein unverkennbarer Hingucker. Doch die Royal Oak war 1972 nicht nur eine der ersten Luxusuhren in Stahl. Sie beeindruckte durch ihr ausgefallenes Äußeres: eine achteckige Lünette mit acht Schrauben, dazu ein Nagelmuster-Zifferblatt und ein integriertes Metallband. Mit ihren 40 Millimetern war sie für die damalige Zeit zudem verhältnismäßig groß geraten, aber dank des Automatikkalibers 2121 auch sehr flach.
Das aktuelle Modell mit dem gleichen Werk gibt es heute in Stahl. Daneben wird auch ein etwas höheres Modell mit Zentralsekunde und neu­em Manufakturkaliber 3120 gebaut.

Jaeger-LeCoultre Reverso

Eine, wie keine: Auch außerhalb der Uhrenwelt ist die Jaeger-LeCoultre Reverso eine Stilikone. Ihr Wendegehäuse bietet beispielsweise viele Möglichkeiten für persönliche Gravuren.
Entwickelt wurde das meisterhliche Wendegehäuse der Reverso 1931 für polospielende, britische Offiziere in Indien – die Kristallgläser ihrer Uhren gingen bei dem Sport oft zu Bruch. Innovativ: Der französische Ingenieur René-Alfred Chauvet entwickelte ein Gehäuse, das es möglich machte, die Vorderseite nach innen zu drehen, ohne die Uhr abzunehmen. Ein überaus erfolgreiches Modell von Jaeger-LeCoultre ist die Reverso auch heute noch, nachdem sie 1983 wieder ins Programm aufgenommen wurde. Das liegt an ihrem  unverwechselbarem Stil, dem gravierbaren Boden, aber auch an Modellen, die nach dem Wenden ein anderes Zifferblatt mit einer anderen Zeitzone vorweisen können. Die ursprüngliche Größe der Reverso ist die „Classique“ und wird meist von Damen getragen. Die „Grand Taille“ hingegen ist drei Millimeter breiter und 3,5 Millimeter länger. Beide Modelle werden von einem Manufakturhandaufzugskaliber angetrieben und sind sogar bis drei Bar wasserdicht.

IWC Große Fliegeruhr

Ab in die Luft: Gute Ablesbarkeit und hohe Präzision waren die ursprünglichen Gründe für die enorme Größe der IWC Fliegeruhr. Heute sind diese Ausmaße einfach nur schick.
1940 baute IWC die große Fliegeruhr als Beobachtungsuhr für die deutsche Luftwaffe. Mit ihren 55 Millimetern fiel sie riesig aus – was aber wiederum ihrer Ablesbarkeit und der Ganggenauigkeit zugutekam. Im Innern der Uhr hatte ein auf Zentralsekunde umgebautes und mit Sekundenstopp versehenes Taschenuhrwerk Platz. Doch wie alle Klassiker brauchte auch die IWC Fliegeruhr ein Revival. 2002 startete IWC mit der Neuauflage der Fliegeruhr. Diesmal mit 46 Millimetern etwas kleiner, dafür aber mit großem Werk: 38,2 Millimeter misst das automatische Manufakturkaliber mit Datum, sieben Tagen Gangreserve und Gangreserveanzeige bei der Drei.

Für das Design von Gehäuse, Zeigern und Zifferblatt sowie kegelförmige Krone stand das Vorbild Modell. Die IWC Fliegeruhr ist bei watch.de für  11.550 Euro zu haben.

TAG Heuer Monaco

Technik und Rennsport – beides Domänen, in denen 1969 Männer dominierten, die eine Uhr mit ausgefallener Formgebung zu schätzen wussten. Die Tag Heuer Monaco war 1969 gleich in mehrerer Hinsicht eine Revolution: zum einen ein Exot durch ihre rechteckige, an den Flanken gewölbte Form und den zwei farblich abgesetzten quadratischen Hilfszifferblättern mit abgerundeten Ecken. Zum anderen durch ihr Werk, das sie zu einem der ersten Chronographen mit Automatikaufzug machte.
Zur „Kult-Armbanduhr“ wurde die Monaco aber erst durch Schauspieler und Hobby-Rennfahrer Steve Mc­Queen. Der Amerikaner trug die auffällige Uhr privat und auch in seinen Filmen wie dem Rennfahrerepos „Le Mans“. Dadurch wurde die Tag Heuer Monace untrennbar mit dem Automobilsport verbunden.

Panerai Luminor

Einst als funktionale Taucheruhr konzipiert, überzeugt die Luminor heute vor allem durch ihr besonderes Design.
Der italienische Uhrenhändler und Instrumentenlieferant der Marine Panerai baut seit 1936 militärische Taucheruhren. Anfang der vierziger Jahre kam der charakteristische Kronenschutzbügel, mit dem sich die Krone der Luminor über einen Hebel abdichten ließ. Die Uhren wurden bis in die 80er Jahre nur für das Militär gebaut. Erst 1997 übernahm der Richemont-Konzern die Marke. Heute sind die meisten Luminor-Modelle mit 44 Millimetern nur wenig kleiner als ihre historischen Vorgänger. Zum Einsatz kommen vor allem modifizierte Unitas-Handaufzugswerke, inzwischen aber auch eigene Kaliber. Als Marina 44 mm mit Handaufzug ist die Luminor bei watch.de schon ab 4.340 Euro erhältlich.

Patek Philippe Calatrava

Die feine Art der Zeitmessung: Die Patek Philippe Calatrava beweist seit knapp 80 Jahren und mit vielen Varianten, das ihre Eleganz zeitlos ist. Schön ist dabei auch ihr handverziertes Manufakturwerk.
Die Vielfalt war von Anfang an Programm: Schon die erste Calatrava, Referenz 96, gab es 1932 in zahlreichen Zifferblattvarianten: mit Indexen, mit Ziffern, mit kleiner ebenso wie mit Zentralsekunde. Doch eines hatten sie alle gemeinsam: ein Manufakturkaliber mit Handaufzug. Bis heute ist ihr elegantes Auftreten ihr Markenzeichen. 2005 wurde das neue Modell vorgestellt, mit 38 Millimetern wuchs sie auf eine moderne Größe. Blickfang: Das automatische, von Hand aufwendig verzierte Manufakturwerk ist durch einen Saphirglasboden zu sehen.

Cartier Santos

Die Cartier Santos war eine der ersten Uhren, die eigens als Armbanduhr konzipiert wurde. Davor war es üblich, Lederbänder an Taschenuhren zu befestigen und sich diese ums Handgelenk zu binden.
Kaum vorstellbar erscheint es heutzutage, beim Anblick der Santos, dass sie als leicht ablesbare Fliegeruhr entworfen wurde. Louis Cartier entwarf das Modell für den Piloten Alberto Santos-Dumont und sie war 1904 nicht nur eine der ersten Armbanduhren überhaupt – mit ihrem quadratischen Gehäuse und der aufgeschraubten Lünette unterschied sie sich deutlich vom Design der damaligen Taschenuhren und wirkte exotisch und futuristisch.
Seit 1978 wird die Santos wieder von Cartier vertrieben und gehört deshalb zu den Bestsellern der Kollektion.

Doch egal ob sportlich, elegant oder exotisch – diese Uhren schrieben Geschichte und sind heute so präsent wie früher. Nach wie vor erobern sie mit ihrer Dynamik und Zuverlässigkeit die Herzen der Uhrenliebhaber. Entdecken Sie auf watch.de die Welt der tikenden Uhr-Ikonen mit  ihrer faszinierenden Geschichte.

 

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