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Rolex Daytona – Wissenswertes rund um die Chronographen-Ikone

Rolex Daytona Rennsport
Rolex Daytona Jubiläumsedition

Die Rolex Daytona ist eine der bekanntesten und exklusivsten Uhren weltweit. Eine Reise in ihre Vergangenheit zeigt die einzigartige Geschichte der Daytona, die sie zu einer der beliebtesten Uhren für Sammler und Liebhaber macht.

Pre-Daytona

Bevor die Erfolgsgeschichte der Daytona begann, war Rolex eher für die wasserdichten Dreizeiger-Modelle Datejust, Day-Date, Submariner und GMT-Master bekannt. Die Rolex Daytona musste sich ihre Vorrangstellung in der Rolex-Familie erst erkämpfen. Namensgeber ist das 24-Stunden-Rennen von Daytona Beach (Florida), das zu den herausforderndsten und schwierigsten Rennen des Motorsports gehört. Für die anspruchsvollen Anforderungen der Rennfahrer sollte eine Uhr entwickelt werden, die eine sekundengenaue und absolut präzise Zeitmessung ermöglichte.

Rolex Cosmograph Daytona – sofort lieferbar

Rolex stellte den eigens für Motorsportler konzipierten Chronographen erstmals in den 1930er Jahren her, allerdings noch nicht offiziell unter dem Namen Daytona. Ein Telegramm des Briten Sir Malcom Campbell, damals einer der erfolgreichsten Rennfahrer zeugt von der Qualität und Funktionalität des Rolex-Chronographen:

„Gestern beim Rekordversuch Rolex Uhr getragen, läuft trotz harter Beanspruchung immer noch prächtig.“
Sir Malcom Campbell, 1935

Heute sind die sogenannten Pre-Daytonas unter Sammlern höchst begehrt: Sie trugen noch nicht den Namen “Daytona”, sondern ein schlichtes “Chronograph” auf ihrem Zifferblatt (Referenz 6234, Baujahr 1955-1961). Damals kosteten die Pre-Daytonas rund 200 Dollar und zählten eher zu den Ladenhütern – andere Hersteller hatten sich bereits viel erfolgreicher am Chronographenmarkt etabliert. Heute werden die seltenen Zeitmesser mit schwarzem oder silbernem Zifferblatt im Edelstahlgehäuse ab 25.000€ gehandelt.

Grafik: Entwicklung UVP und Marktwert von 2010 bis 2020: Rolex Daytona Cosmograph

Die erste Rolex Daytona

1962 wurde die Schweizer Manufaktur offizieller Zeitnehmer des prestigeträchtigen Rennens auf dem Daytona International Speedway. Als Zeichen dieser direkten Verbindung, erschien 1963 erstmals ein Rolex-Chronograph offiziell unter dem Namen Rolex Daytona mit der Referenz 6239. Zur optimalen Ablesbarkeit in Extremsituationen war die Tachymeterskala auf der Lünette besonders groß. Sieger des Rennens von Daytona Beach durften fortan neben der Siegestrophäe auch eine Daytona nach Hause tragen.

Sammlertipp: Zunächst hatten nur die Modelle für den amerikanischen Markt den Schriftzug “Daytona” über dem Totalisator bei sechs Uhr.

Die Daytona von Paul Newman

Auch der amerikanische Schauspieler Paul Newman trug Ende der 60er Jahre eine Daytona, unter anderem in dem populären Film “Indianapolis – Wagnis auf Leben und Tod” (Original: “Winning”). Auch privat ein leidenschaftlicher Rennfahrer, wurde der Star mit den blauen Augen oft mit einer Rolex Daytona am Handgelenk abgelichtet.

Obwohl er nie offizieller Rolex-Botschafter war, erhielten die Modelle, die er trug, den inoffiziellen Namen “Paul Newman Daytona”. Heute zählen sie zu den begehrtesten Sammleruhren. Kennzeichnend für eine “Paul Newman” ist, dass Totalisatoren (Hilfszifferblätter) und Minuterie (der äußere Ring des Zifferblatts mit Minutenanzeige) die gleiche Kontrastfarbe tragen.

2017 versteigerte das Auktionshaus Phillips in New York die originale Rolex Daytona von Paul Newman, die er von seiner Frau Joanne Woodward zum Start seiner Rennfahrer-Karriere erhielt, für mehr als 17 Millionen US-Dollar.

Sammlertipp: Die “Paul Newman Daytona” gibt es in zwei Ziffernblattvarianten. Das ursprüngliche Modell hat ein weißes Ziffernblatt mit schwarzen Totalisatoren und große, optimal ablesbare Ziffern im Art-déco-Stil. Später gab es eine weitere Variante mit etwas kleineren, schlichteren Ziffernblättern. Je nach Modell, werden die Uhren von 50.000 bis 500.000€ versteigert.

Die erste Version mit verschraubten Drückern

1965 ersetzte Rolex das bisherige Modell durch die erste 6240 Daytona-Version mit verschraubten Drückern und schwarzer Lünette mit Acryleinlage. Die neue Rolex Daytona mit ihrer zuverlässigen Wasserdichte kann als Vollendung des Oyster-Konzepts interpretiert werden. Ein versehentliches Bedienen war fortan unmöglich und verhinderte so auch, dass in einem solchen Falle Wasser ins Innere der Uhr eindrang. Bereits fünf Jahre darauf wurde die 6240 aus dem Sortiment genommen. Damit ist sie heute sehr selten und äußert wertvoll. Es folgten die Referenzen 6265 und 6263 mit den beiden Zifferblattvarianten Schwarz und Silber.

Bis dahin waren alle Rolex Daytonas mit dem Handaufzugswerk Valjoux 72 ausgestattet, das Rolex mit einer eigenen Stoßsicherung verbessert hatte. Allerdings boten mittlerweile viele Hersteller bequemere Automatikchronographen oder Chronographen mit Quarzwerken. Die Rolex Daytonas mit Handaufzug verstaubten zunehmend in der Auslage der Juweliere.

Die erste Daytona mit Automatikwerk

Doch Rolex reagierte schnell auf die Entwicklung des Marktes: Ab 1988 wurde die Rolex Daytona mit dem Zenith El Primero zur Automatikuhr weiterentwickelt. Das legendäre Werk wird seit 1969 fast unverändert gebaut. Die Schweizer Manufaktur modifizierte das Werk nach ihren Vorstellungen, ließ es als Chronometer zertifizieren und nannte es fortan Kaliber 4030 – die Rolex Daytona (Referenz 16520), wie wir sie heute kennen, war geboren: Sie bekam die bis heute üblichen Ringe um die Hilfszifferblätter und das Gehäuse wurde von 36 auf 40 Millimeter vergrößert. Die Nachfrage nach der Daytona mit Automatikaufzug war so groß, dass die Auslieferung pro Konzessionär auf wenige Uhren limitiert wurde. Uhrenfans mussten fortan zum Teil jahrelang auf ihre Rolex Daytona warten und der Preis stieg. Damit war der Mythos Daytona geboren.

Sammlertipp: Die Rolex Daytona mit dem modifizierten El Primero wurde nur von 1987 bis 2000 produziert. Rolex hatte bis dahin kein eigenes Chronographenwerk. Aus dieser Zeit gibt es Daytona-Modelle in Stahl, Gelbgold und Bicolor ab ca. 10.000€.

Eigenes Manufakturwerk für die Rolex Daytona

Im Jahr 2000 löste das Rolex-eigene Manufakturwerk 4130 das modifizierte Zenith El Primero ab. Die neue Referenz 116520 kam mit eleganten silbern umrandeten Totalisatoren, einem massiven Oysterlockband sowie einer aus einem Stahlblock gefrästen Schließe. Die kleine Sekunde der neuen Daytona wurde von neun auf sechs Uhr verschoben.

Bis heute ist die Rolex Daytona eines der beliebtesten Uhrenmodelle des Schweizer Luxusherstellers.

Die Meilensteine der Daytona auf einen Blick

Vom ersten Daytona Cosmographen im Jahr 1963 bis zum Kaliber 4130: Die Rolex Daytona hat eine bewegte Geschichte, die sie zu einer Chronographen-Ikone heranwachsen ließ:

1963 – Erster Cosmograph unter dem Namen Rolex Daytona (Referenz 6239)
1965 – Erste Version mit verschraubten Drückern (Referenz 6240)
1971 bis 1988 – Die letzten Modelle, 6263 und 6265, mit Handaufzugswerken
1988 – Kaliber 4030, die erste Daytona mit Automatikaufzug (modifiziertes El Primero von Zenith)
Seit 2000 – Kaliber 4130 mit eigenem Manufakturwerk
2004 – Kaliber 4130 mit breiteren Zeigern
2007 – Kaliber 4130 mit graviertem Innenkreis
2015 – Kaliber 4130 mit Keramik-Lünette

Aktuelle Rolex Daytonas

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Daytona, stellte Rolex 2013 eine edle Platinversion mit brauner Keramiklünette und eisblauem Ziffernblatt vor.

Seit 2015 tragen Rolex Daytona Modelle den Titel “Chronometer der Superlative”. Die Rolex-eigene Zertifizierung gibt die Präzision einer Uhr an und geht noch über das COSC-Zertifikat hinaus. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Blogbeitrag “Was ist ein Chronometer?”.

Auf der Baselworld 2016, der Weltmesse für Uhren und Schmuck, stellte Rolex zwei neue Daytona Varianten vor: Die Oyster Perpetual Cosmograph Daytona mit weißem oder schwarzem Zifferblatt.

Mit der Cerachrom-Monobloc-Tachymeter-Lünette lassen sich Durchschnittsgeschwindigkeiten bis zu 400 Kilometer pro Stunde messen. Die High-tec Lünette war bereits 2011 bei einer Daytona aus Everose-Gold eingesetzt worden.

2017 erschienen weitere Daytona-Varianten in Gelb-, Weiß- und Everose-Gold. Eine Neuheit war das Oysterflexband. Das Manufakturkaliber 4130, die Cerachrom-Lünette und der Durchmesser von 40 Millimetern blieben erhalten.

2018 erschien eine besondere Variante der Daytona: Eine Uhr in Roségold mit einem von 56 Diamanten besetzten Gehäuse, 36 farbigen Saphiren auf der Lünette und 11 Saphiren auf dem Zifferblatt als Stunden-Indexe.

Alles andere bleibt wie gewohnt: Im Innern der Daytona arbeitet präzise das Chronographenkaliber 4130. Das 40 Millimeter große Gehäuse ist bis 100 Meter wasserdicht, Stunden- und Minutenzeiger tragen eine blau nachleuchtende Leuchtmasse und das massive Oyster-Band ist mit einer Oysterlock-Sicherheitsfaltschließe ausgerüstet.

2019 präsentierte Rolex auf der Baselworld ein weiteres Schmuck-Highlight: Eine Uhr mit schwarz lackiertem und mit Diamanten verwobenen Pavé-Zifferblatt und einer Lünette mit 36 Diamanten im Trapezschliff besetzt.

Rolex selbst spricht von der Daytona als „[…] iconic chronograph that was born to race“ (Rolex, 2016) – und behält damit bis heute Recht.

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