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Rolex Milgauss: Avantgardistin aus dem Hause Rolex

Rolex Milgauss

Daytona, Datejust oder Submariner: Wer den Namen Rolex hört, denkt vermutlich erst einmal an diese Modellreihen. Daneben führte die Rolex Milgauss lange ein Schattendasein, wurde sie doch ursprünglich speziell für Techniker und Ingenieure entwickelt. Im Jahr 1956 wurde sie als erste mechanische Uhr lanciert, die gegen starke Magnetfelder abgeschirmt war. Das war nötig, da bereits elektromagnetische Wellen von 50 bis 100 Gauß die Leistung und Ganggenauigkeit mechanischer Uhren beeinträchtigen; viele Wissenschaftler aus Kernforschung und Technik sind bei ihrer Arbeit jedoch weitaus stärkeren Magnetfeldern ausgesetzt. Mit der Milgauss konnten Forscher, beispielsweise die Mitarbeiter der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN), endlich auch während ihrer Arbeit eine Armbanduhr tragen.

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Hält Magnetfeldern bis zu 1.000 Gauß stand

Der Name der Milgauss leitet sich ab von dem französischen Wort “mille” = “tausend” und “Gauß”, der Einheit für die magnetische Flussdichte. Er besagt also ganz einfach, dass die Uhr auch bei Magnetfeldern bis zu 1.000 Gauß verlässlich läuft. Dafür sorgt ein patentierter Schutzschirm aus ferromagnetischen Legierungen, der das Uhrwerk im Innern des Oyster-Gehäuses vor magnetischen Einflüssen bewahrt. Ab 2000 wurden weitere Komponenten des Uhrwerks aus paramagnetischen Materialien gefertigt, um den Magnetschutz zu verbessern.

Erkennungsmerkmal der Rolex Milgauss: Der Blitzzeiger

Ein einschneidendes Ereignis in der Geschichte der Milgauss war der Verlust ihres Erkennungszeichens: Der Sekundenzeiger in Blitzform. Der Blitzzeiger hebt die Milgauss optisch von anderen Rolex—Modellen ab und betont ihre Einzigartigkeit. Im Jahr 1963 verlor die Milgauss ihr Charakteristikum allerdings, als das bestehende Uhrwerk gegen das Chronometer-Automatikwerk 1580 ersetzt wurde. Damit begann der Abstieg der Uhrenkollektion, da ihr hoher Preis — rein optisch — im Gegensatz zu äußerlich ähnlichen Modellen wie der Rolex Submariner, nicht mehr gerechtfertigt war. Da nur ein kleiner Käuferkreis den starken Magnetfeldschutz benötigte, brachen die Verkaufszahlen der Rolex Milgauss ein. 1988 wurde sie schließlich aus dem Programm genommen.

Vintage-Milgauss: Beliebte Sammleruhr

Heute sind Milgauss-Modelle aus den 1960er bis 80er Jahren bei Sammlern sehr beliebt und erreichen zum Teil Preise bis zu 50.000 Euro.

Ein Klassiker kehrt zurück

Nach einer fast 20-jährigen Pause wurde die Rolex Oyster Perpetual Milgauss auf der Baselworld 2007 in überarbeiteter Form wieder eingeführt, zunächst einmal mit schwarzem Zifferblatt, wie die Ur-Milgauss aus dem Jahr 1956.

Neben dem blitzförmigen Sekundenzeiger hebt das speziell für die Milgauss entwickelte grüne Saphirglas das Modell von anderen Rolex-Uhren ab.

Technische Weiterentwicklungen:

  • Für optimalen Magnetfeldschutz wurde das Uhrwerk in einem Weicheisencontainer mit verschraubtem Innendeckel untergebracht, der nur zwei kleine Öffnungen für die Aufzugs- und Zeigerwellen aufweist.
  • Auf eine Datumsanzeige wurde im Sinne des Magnetfeldschutzes verzichtet.
  • Die neue Milgauss ist mit der von Rolex entwickelten Parachrom-Spirale ausgestattet, die extrem stoßssicher und unempfindlich gegenüber magnetischen Strömungen ist.

Neueste Milgauss: z-blaues Zifferblatt

Das neueste Modell aus der Reihe Milgauss wurde auf der Baselworld 2014 vorgestellt und machte vor allem durch seine Farbgebung von sich reden: Das Ziffernblatt leuchtet in intensivem Elektroblau, das einen starken Kontrast zu dem kraftvollen Orange des Blitzzeigers und der Minutenindizes bildet. Die Indizes für die Stunden sind mit einer speziellen Leuchtmasse ausgelegt, deren Wirkung besonders lange anhält.

Technische Besonderheiten:

  • Dank Oyster-Gehäuse aus massivem Edelstahl bis 10 atm wasserdicht.
  • Zertifizierte Ganggenauigkeit: Das Kaliber 3131 wurde von dem unabhängigen Schweizer Prüfinstitut Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres (COSC) als Chronometer zertifiziert.
  • Besonderheiten des Uhrwerks sind das paramagnetische Hemmungsrad aus einer Nickel-Phosphor-Legierung und der Oszillator. Er verfügt über die blaue Parachrom-Breguetspirale, die gegen Magnetfelder und Temperaturschwankungen unempfindlich und extrem stoßfest ist.

Die beiden Modelle mit blauem und schwarzem Zifferblatt sind mit dem exklusiv für die Milgauss entwickeltem grünen Saphirglas ausgestattet. Das Modell mit weißem Zifferblatt verzichtet auf dieses Designelement, um den klaren Kontrast zwischen Orange und Weiß zu unterstreichen. Übrigens: Die Milgauss mit weißem Zifferblatt wird aktuell so nicht mehr hergestellt:

Vintage-Rolex Milgauss

Heute ist die Milgauss eine Uhr mit Wiedererkennungswert, die offen zu ihren Wurzeln steht. Mit Preisen um die 8.000 Euro lässt sich die Reihe im mittleren Preissegment von Rolex verorten.

Wer trägt Rolex Milgauss?

Zum Beispiel Uhrenliebhaber wie Eric Clapton, Will Ferrell, Jennifer Aniston, Jake Gyllenhaal oder Tom Hanks. Die Milgauss eignet sie sich für Kenner, die sich einen individuellen Zeitmesser wünschen, der mit dem richtigen Maß an Understatement punktet. Und natürlich nach wie vor für Techniker und Ingenieure.

Suchen Sie eine Uhr mit Magnetfeldschutz? Dann sprechen Sie uns an: Das watch.de Team berät Sie gern persönlich zur Rolex Milgauss und weiteren Modellen. Wir sind persönlich im Ladengeschäft, per E-Mail unter info@watch.de oder per Telefon unter 0711 9330890 für Sie erreichbar.

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