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Die 5 kostspieligsten Komplikationen bei Luxusuhren

Von einer Komplikation ist die Rede, wenn eine Uhr eine Zusatzfunktion aufweist, die über die gewöhnliche Anzeige von Stunde, Minute und Sekunde hinausgeht. Die Komplikationen im mechanischen Uhrwerk steigern nicht nur die Funktionalität einer Uhr, sondern auch maßgeblich ihren Wert. Wir stellen Ihnen die fünf kostspieligsten Komplikationen vor.

Die Bezeichnung „Komplikation‟ ist auf das spätlateinische Wort „complicatio‟ zurückzuführen und bedeutet das Zusammenwickeln, bzw. das Verwickeln von etwas. Betrachtet man das Uhrwerk einer mechanischen Uhr, so erscheint dieses durch seine vielen Zahnräder, Zapfen und Kronen sehr komplex. Bei einer Uhr mit Komplikationen kommen viele weitere, miteinander verbundene Bauteile hinzu. Die  Bezeichnung einer Komplikation als zusätzliche „Verwicklung‟ macht daher durchaus Sinn.

Komplikation #1: Mondphasenanzeige

Die Mondphasenanzeige ist eine außergewöhnliche und sehr charmante Komplikation bei einer Armbanduhr. Sie gehört zu den kleinen Komplikationen, da sie im Vergleich zur Minutenrepetition oder Ewiger Kalender für die Uhrmacher eine eher geringere Herausforderung darstellt. Bereits im 16. Jahrhundert gab es erste Wanduhren, welche die aktuelle Mondphase anzeigen konnten.

Als Mondphasen bezeichnet man die wechselnden Lichtgestalten des Mondes. Ein gesamter Mondphasenzyklus dauert exakt 29 Tage, zwölf Stunden, 44 Minuten und 2,9 Sekunden. Bei der Konstruktion einer Uhr mit Mondphasenanzeige wird dieser Zyklus meist abgerundet auf 29,5 Tage.

Bei Uhren mit einer Mondphasenanzeige ist auf dem Zifferblatt ein Fenster platziert, in dem die aktuelle Lichtgestalt des Mondes – Neumond, zunehmender Mond, Vollmond oder abnehmender Mond – abgebildet wird. Für die Anzeige wird in der Mechanik der Uhr meist ein Rad mit 59 Zähnen verwendet, das für zwei aufeinanderfolgende Phasen von je 29,5 Tagen reicht. In unserem Beitrag “Mondphasenuhren: So funktioniert die kleine Komplikation” erfahren Sie, wie diese Uhren Komplikation genau funktioniert und welche Vielfalt an Uhren mit Mondphase es gibt.

Eines der bekanntesten Uhrenmodelle mit Mondphasenanzeige ist die Omega Speedmaster Moonwatch.

Uhr mit Mondphase: Omega Speedmaster Moonwatch

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Komplikation #2: Minutenrepetition

Eine der kompliziertesten und edelsten Komplikationen, die eine Luxusuhr haben kann, ist die Minutenrepetition. Doch was ist eine Repetitionsuhr? Dabei handelt es sich um ein in das Uhrwerk integriertes mechanisches Läutwerk, das die Zeit akustisch wiedergeben kann. Die Stunden und Minuten werden dabei – durch Betätigen eines Drückers oder Schiebers – von der Uhr in verschiedenen Tonhöhen vorgespielt.

Bei einer Uhr mit Minutenrepetition gibt die Zahl der tiefen Töne die Stunden an, die Zahl der Doppelschläge die Viertelstunden und die Zahl der hohen Töne die Minuten.

Der Repetiermechanismus entstand in einer Zeit, bevor es elektrisches Licht gab und ein Ablesen der Uhrzeit im Dunkeln nur schwer möglich war. Heute sind Minutenrepetitionen rare Meisterwerke und bei Sammlern und Uhrenliebhabern sehr begehrt.

Komplikation #3: Uhren mit Wecker

Ein integrierter Wecker bei einer mechanischen Armbanduhr ist eine sehr nützliche Komplikation. Die Konstruktion eines Armbandweckers stellt die Hersteller jedoch vor eine große Herausforderung, denn ein Schlagwerk benötigt ausreichend Raum. Davon abhängig ist auch der erzeugbare Klang, der in unterschiedlicher Lautstärke ertönt, je nachdem ob die Uhr gerade am Handgelenk getragen wird oder beispielsweise auf einem Tisch liegt. 

Diese Tudor Heritage Advisor besitzt eine Weckfunktion bei neun Uhr, die über die Aufzugskrone bei zwei Uhr einstellbar ist. Mit ihr als Begleiter werden Sie geräuschvoll an wichtige Termine erinnert.

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Komplikation #4: Ewiger Kalender

Der ewige Kalender ist eine Komplikation, welche stets den aktuellen Jahrestag anzeigt und Schaltjahre dabei berücksichtigt. Eine Uhr mit ewigem Kalender muss demnach nur einmal eingestellt werden vorausgesetzt, dass die Uhr niemals zum Stillstand gebracht wird. Der ewige Kalender ist eine sehr gefragte Komplikation und findet sich oftmals bei Uhren der Top-Marken wie Audemars Piguet, Breitling und Jaeger-leCoultre wieder. 

Diese Franck Muller Casablanca zeigt Ihnen immer den aktuellen Jahrestag an – solange Sie diese am Laufen halten.

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Automatikuhren ziehen sich während des Tragens selbständig auf. Wird die Uhr jedoch eine längere Zeit nicht getragen, steht das Uhrwerk still und Uhrzeit sowie Datum müssen neu eingestellt werden. Mit einem Uhrenbeweger halten Sie Ihre Uhr am Laufen. Dies ist äußerst komfortabel, gerade wenn Sie mehrere Automatikuhren oder Sammlerstücke besitzen, die Sie eher selten oder nie tragen. In unserem Online-Shop finden Sie eine große Auswahl an Uhrenbewegern für eine und mehrere Automatikuhren.

Komplikation #5: Tourbillon

Das Tourbillon (franz. für Wirbelwind) ist ebenfalls eine sehr begehrte und wertvolle Komplikation. Durch häufiges Tragen und auch durch Stöße kann eine Uhr mit der Zeit eine Gangabweichung aufweisen. In der Regel werden Uhren dann zum Uhrmacher gebracht, um die Ganggenauigkeit wiederherzustellen.

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Bei mechanischen Uhren mit Tourbillon passiert diese Korrektur selbstständig, indem sich Anker, Ankerrad und Unruh ein Mal pro Minute um die eigene Achse drehen und somit lageabhängige Gangabweichungen aufheben. Das Tourbillon, das zur uhrmacherischen Königsdisziplin zählt, wurde 1795 von Louis Abraham Breguet erfunden.

Komplikation Tourbillon

Komplikation Tourbillon

Weitere Komplikationen bei Uhren und Grande Complication

Neben den bereits vorgestellten Komplikationen bei Uhren gibt es noch viele weitere. Einige der bekanntesten von ihnen sind:

  • Gangreserve: Diese gibt die Zeitdauer an, in der das vollständig aufgezogene, automatische Uhrwerk noch läuft, ohne dass die Uhr bewegt wird.
  • Chronograph: Diese Zusatzfunktion ermöglicht das Messen und Stoppen von Zeit.
  • Flyback-Chronograph: Mit einer Flyback-Funktion kann der Sekundenzeiger augenblicklich auf Null gesetzt und eine Zwischenzeit genommen werden.
  • Weltzeit- Indikation: Uhren mit dieser Funktion können mehrere Zeitzonen anzeigen.

Uhren mit einem sehr komplexen mechanischen Uhrwerk und mehreren aufwendigen Zusatzfunktionen erhalten oft den Zusatz “Grande Complication”. Eine solche Uhr ist ein absolut handwerkliches Meisterstück und erzielt bei Auktionen meist sehr hohe Preise. Allerdings gibt es keine einheitliche Definition dafür, ab wie vielen Zusatzfunktionen von einer “Grande Complication” gesprochen wird. Einige Komplikationen sind so anspruchsvoll, dass nur wenige Manufakturen überhaupt in der Lage sind, diese zu konzipieren und zu bauen. Zu diesen wenigen Luxusmanufakturen zählt auch das Genfer Familienunternehmen Patek Philippe.

Patek Philippe Grande Complications Ewiger Kalender

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