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Omega Speedmaster: Für den Weltraum und jenseits davon

Wer der erste Mensch auf dem Mond war, weiß vermutlich jeder, aber welche war die erste Uhr? Die Geschichte der Omega Speedmaster ist gespickt mit interessanten Details und eng mit der Raumfahrt verbunden.

Omega Speedmaster: Ihre Geschichte und die Raumfahrt

Bereits 1957 kam die Speedmaster auf den Markt, damals noch mit dem Handaufzugkaliber 27 CHRO von 1942. Geschätzt wurde ihre Präzision, Stabilität und optimale Ablesbarkeit vor allem im Motorsport und bei Rallyefahrern. Zur Legende wurde die Speedmaster in einer ganz anderen Sphäre, und zwar als erste und bisher einzige Armbanduhr auf dem Mond: Als Buzz Aldrin am 21. Juli 1969 den Mond betrat, trug er eine Speedmaster am Handgelenk. Seitdem wird die Speedmaster, seit 1966 mit dem Zusatz Professional, auch „Moonwatch“ genannt.

Bereits 7 Jahre vorher begab sich die NASA auf die Suche nach einer weltraumtauglichen Uhr, die bei der geplanten Mondlandung mit an Bord sein sollte. Die zu testenden Uhren wurden dabei bei Händlern anonym gekauft, um sicher sein zu können, dass es sich um eine Uhr aus der Serienfertigung handelt. 1965 wählte die NASA die Speedmaster zur offiziellen Armbanduhr für die Astronauten. Sie war die einzige, die alle Tests der NASA bestand, unter anderem hielt sie Schwerelosigkeit und magnetische Felder,
starke Stöße und Temperaturen von -18 bis 93 °C aus.

Warum trug Neil Armstrong nicht die erste Uhr auf dem Mond? Beim Abstieg auf die Mondoberfläche ging die Uhr des Lunar Modules kaputt, also ließ Armstrong seine Armbanduhr als Ersatz zurück. Die Uhr von Aldrin ist allerdings verloren gegangen, als er sie dem National Air and Space Museum zusendete. Sie ist bis heute verschwunden.

Im Jahr der Mondlandung bekamen dann alle Astronauten eine gelbgoldene Version ihrer stählernen Einsatzuhren, die Speedmaster Professional Apollo XI. Im Gehäuseboden war der Name des Empfängers und eine Widmung eingraviert: „to mark man’s conquest of space with time, through time, on time“. Omega nutzt die Mondlandung natürlich auch zu Werbezwecken und gravierte „The first watch worn on the moon“ in den Gehäuseboden der Speedmaster Professional Apollo XI.

Im April 1970 war die Omega Speedmaster Professional an der Rettungsmission von Apollo 13 beteiligt und half so eine Katastrophe zu verhindern. Nachdem fast alle Systeme an Bord ausgefallen sind, verwendete man die Uhr zum Navigieren. Daraufhin verlieh die NASA der Uhr den „Snoopy Award“, die höchste Auszeichnung der NASA-Astronauten.

Im Jahre 1978 suchte die NASA nach einer Uhr, die für das neue Space-Shuttle-Programm geeignet war. Obwohl an der öffentlichen Ausschreibung mehr Hersteller teilnahmen als je zuvor und die Tests noch strenger waren, hielt wieder nur die fast unveränderte Omega Speedmaster Professional als einzige allen Tests stand und wurde als offizieller Chronograph ausgewählt. Die Speedmaster wurde später auch an Bord der russischen Weltraumstation MIR getestet und bestand – seitdem gilt sie als die meistgetestete Uhr der Welt.

Noch heute zählt die Speedmaster Professional zur Standardausrüstung der Astronauten und wird vor allem bei Außenbordeinsätzen benutzt, wobei sie übrigens über dem Raumanzug mit einem 640 mm langen Armband getragen wird. Derzeit gibt es insgesamt vier Uhren, die von der NASA für den Weltraumflug zertifiziert wurde, darunter die Omega Speedmaster Professional 3570.50.00 und X-33.

Ausstattung und Optik

Die  Speedmaster sollte sich von Anfang an von anderen Chronographen unterscheiden. Darüber hinaus bleibt das Modell seiner Tradition treu, sieht man von minimalen Verbesserungen ab, und ist seit 1957 fast unverändert geblieben. Kennzeichnend sind unter anderem das schwarze Zifferblatt, Leuchtzeiger, eine Tachometerskala und das bis 50 Meter wasserdichte Gehäuse. Das Zifferblatt mit Minuten- und Stunden-Chronographenzähler verfügt zusätzlich über einen dritten Zähler für die kleine Sekunde. Die klassische Speedmaster ist die Edelstahl-Version mit Hesalitglas, es gibt aber auch Edelstahl-Versionen mit Saphirglas und Datumsanzeige sowie Modelle mit Goldgehäuse.

Die Speedmaster Professional von Aldrin und die anderen frühen Modelle enthielten noch Handaufzugswerke. Inzwischen kommen bei den meisten Modellen Automatikwerke zum Einsatz, zunehmend auch mit der innovativen und verschleißarmen Co-Axial Hemmung. Zudem sind fast alle heutigen Modelle als Chronometer zertifiziert.

Jubiläumsmodelle

Die Reihe Speedmaster stellt inzwischen eine der Hauptsäulen von Omega dar und umfasst viele bekannte und immer wieder neue Modelle. In regelmäßiger Folge werden zu ganz unterschiedlichen Anlässen Sondereditionen aufgelegt, von denen wir nun ein paar vorstellen möchten.

1973 kam die limitierte Sonderedition zum 125-jährigen Gründungsjubiläum von Omega heraus, die „Speedmaster 125“ mit geändertem Design, einer zusätzlichen Datumsanzeige und dem automatischen Kaliber 1041.

2011 erinnert Omega mit der Speedmaster Moonwatch „Apollo 15“ (40th Anniversary) Limited Edition in den Farben des Missionsemblems (Blau-Weiß-Rot) daran, dass die Apollo 15 vor 40 Jahren zum Mond reiste. Abgesehen von der Farbe und dem besonders gestalteten Gehäuseboden (Abbildung des Mondfahrzeugs und ein Schriftzug), ist es eine klassische Speedmaster. Auch das Handaufzugswerk 1861 steht in einer langen Tradition, war es doch bereits in Aldrins Uhr. Die Sonderedition ist auf 1971 Exemplare limitiert.

Im Rahmen der Apollo-17-Mission setzte 1972 Eugene Cernan als bisher letzter Mann seinen Fuß auf den Mond. Zu diesem Jubiläum lanciert Omega die Uhr Speedmaster Moonwatch „Apollo XVII“ 40th Anniversary Limited Edition. Das Zifferblatt aus Silber ist mit dem Motiv des Apollo-XVII-Aufnähers verziert. In einem Edelstahlgehäuse tickt das Handaufzugskaliber Omega 1861, während den Gehäuseboden die Gravur „The Last Man on the Moon, December 14, 1972, Apollo XVII, 40th Anniversary“ ziert. Die Uhr ist auf 1972 Stück limitiert

Was viele gar nicht wissen, bereits zweieinhalb Jahre bevor die Speedmaster von der NASA offiziell für raumfahrttauglich befunden wurde, nahm der Astronaut Walter Schirra die erste Omega mit in den Weltraum – privat und ohne Wissen des Herstellers. Still und leise begann die Karriere der Speedmaster in der Raumfahrt vor 50 Jahren und das honoriert Omega mit einer Neuauflage dieses Modells, der Speedmaster First Omega in Space, das im Gegensatz zu den „Professional“ Uhren Alphazeiger und symmetrische Hörner trägt. Das Werk aber haben die beiden gemein: Auch die Re-Edition trägt das legendäre 1861 Kaliber mit Handaufzug.

Die  Omegs Speedmaster zeigt wie eng manch außergewöhnliches Uhrenmodell mit Meilensteinen der Menschheitsgeschichte verknüpft sind. Ob „Professional“ oder nicht, falls Sie an so einem „Stück Geschichte“ interessiert sind, finden Sie bei Juwelier Ralf Häffner oder auf watch.de eine verlockende Auswahl.

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