Rolex Uhren Lexikon

Rolex Explorer I und II – Höhen und Tiefen überwinden leichtgemacht

Die beiden Modellvariationen der Rolex Explorer zählen mit Sicherheit nicht zu Rolex berühmtesten Uhren. Dennoch besitzen beide ihre Daseinsberechtigung und meistern die Anforderungen auf ihren Gebieten in alt bekannter Rolex-Manier hervorragend. Während die Rolex Explorer I Probleme bei vorigen Himalaya Expeditionen aufgriff und löste, orientierte sich die Rolex Explorer II an den Problemen der Höhlenforscher. Beide Modelle sind schlicht gehalten und eignen sich auch ausgezeichnet für den Gebrauch im Alltag.

Wie alles begann…

Die Entstehung der Rolex Explorer ist unumstößlich mit der Erstbesteigung des Mount Everest, um präzise zu sein des „dritten Pols“, verbunden. Als Sir Edmund Hillary und Tenzing Norgay am 29. März 1953 als erste den Mount Everest erklommen, trugen sie an ihren Handgelenken erste Prototypen der Rolex Explorer, die zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht diesen Namen trug. Die ersten Modelle mit den Referenzen 6098 und 6150 änderten 1953 ihre Bezeichnungen und hörten fortan auf die Namen 6298 und 6350. Wiederum zwei Jahre später änderte Rolex nach der Einführung des Kaliber 1030 die Referenzen erneut zu 6610.

Rolex Explorer 5504 trifft Rolex Air King

1957 führte das Kaliber 1530 zum ersten großen Sprung in den Bezeichnungen. Die Explorer dieses Jahrgangs trug fortan die Referenz 5504. Parallel zur 5504 fertigte Rolex eine Explorer mit der Bezeichnung 5500, eine auf der 2mm kleineren Rolex Air King basierenden Boy Size Version der Explorer. Im bisher gewohnten zwei Jahres Rhythmus brachte das Unternehmen 1959 die 1016 auf den Markt, die nicht nur die 5054 ablöste, sondern darüber hinaus, trotz mehrfach wechselnder Kaliber, für fast 30 Jahre im Rolex Programm zu finden war. Gemessen an den zeitlichen Abständen der bisherigen Neuerungen, eine echte Ausnahme. Erst 1988 ersetzte Rolex sie durch die 14270, die mit Saphirglas und in Weißgold gefassten Ziffern und Indexen auch optische Neuerungen mit sich brachte.

Die Explorer heute – schlicht und würdevoll

Als 2000 der Kaliberwechsel von 3000 auf 3130 erfolgte, änderte sich nicht nur die Referenz von 14270 auf 114270, sondern auch die optische Erscheinung der Explorer. Sie erhielt ein bauchiges Gehäuse, ein Band mit massiven Bandanstößen und die neue Laserkrone im Saphirglas. Das Modell existiert in dieser Ausführung bis heute. 2007 erhielt die Explorer in Form von der mit Seriennummer und Rolex-Schriftzügen gravierte Rehaut ihren finalen Touch.
Außer des Wechsels 1988 von der Referenz 1016 auf 14270 führte Rolex Änderungen an der Explorer stets behutsam und langsam durch, sodass sie heute allgemein hin als Ruhepol bekannt ist.

Rolex Explorer I Stahl Automatik 39mm Rolex Explorer Stahl Automatik Oyster Armband 33mm Vintage Bj.1978

Die Rolex Explorer II – Überblick im Undurchsichtigen

Im Vergleich mit der Rolex Explorer I blickt die Explorer II auf eine sehr junge Geschichte zurück. Entwickelt wurde sie für Höhlenforscher, die auf Grund der Umgebung leicht das Gefühl für Tag und Nacht verlieren können. Aber auch die Luftfahrt hat Interesse an der Explorer II und so erfreut sie sich auch dort Abnehmern. Ihr Aufstieg ist eng mit dem der GMT-Master verknüpft. Bis heute liegt der größte Unterschied in der festsitzenden Stahllünette der Explorer II. Obgleich sie ihre Funktion ausgezeichnet erfüllt, erlangte dieses Modell nie den Ruhm einer Rolex Daytona.

Eine späte Berühmtheit

Das erste Modell erschien 1970 und trug die Referenz 1655. Es verfügte über das gleiche Werk wie die damalige GMT-Master 1675, wies jedoch markante optische Unterschiede auf. Während ihrer Produktionszeit wurde der 1655 keine größere Bedeutung beigemessen. Nach Produktionsende jedoch, erreichte sie unter dem Namen „Orange Hand“ Berühmtheit und zählt heute mit zu den begehrtesten Modellen.

Radikal, radikaler, Rolex Explorer II

1985 änderte Rolex die Bezeichnung nicht nur von 1655 auf 16550, sondern führte an der Explorer II die radikalste Zifferblattänderung durch, die es in der Geschichte aller Rolex Sportmodelle je gegeben hat. Erstmals war die Explorer II mit schwarzem oder hellelfenbeinfarbenem Blatt erhältlich. Aufgrund einer Fehlproduktion verfärbte sich das elfenbeinfarbene Blatt innerhalb kürzester Zeit in einen tiefen Cremeton. Diese Tatsache kombiniert mit einer nur geringen Menge produzierter Exemplare, lies sie zu einem begehrten Sammlerobjekt werden. Aus technischer Sicht basiert die 16550 auf der GMT-Master 16760 aus demselben Jahr. 1988, mit der Einführung des Kaliber 3185, schuf Rolex die 16570, die bis heute mit schwarzem und weißen Blatt erhältlich ist. Es folgten diverse Änderungen wie beispielsweise Superluminova (1998), ein SEL-Band (2000), eine Laserkrone und Gehäuse und durchbohrte Hörner (2003), sowie die gravierte Rehaut (2007). Seit dem Jahr 2007 verfügt die Explorer II über das Kaliber 3186, das in der GMT-Master II große Bekanntheit erlangt hatte. Mit diesen Merkmalen ist die Explorer II bis heute erhältlich.

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