Uhren

Gérald Genta – Designer der Royal Oak und Nautilus

Designer Gérald Genta

Der Designer Gérald Genta hat mit seinen Entwürfen der legendären Royal Oak und der Nautilus die Welt der Luxusuhren entscheidend geprägt. Wer war dieser grandiose Designer und was sind seine legendärsten Uhrenmodelle?

Gérald Genta – der erste Uhrendesigner der Welt

Gérald Charles Genta wurde 1931 in Genf, Schweiz geboren. Im Alter von zwanzig Jahren schloss er seine Lehre als Schmuck-Designer ab und nannte sich weitere zehn Jahre später selbst der erste Uhren-Designer der Welt, ein Beruf den es bis dahin nicht gab. Er war für verschiedene Uhrenmanufakturen wie Audemars Piguet, der International Watch Company (IWC) und Rolex tätig und gründete 1969 seine eigene Uhrenmarke Gérald Genta.

Seine Uhren waren außerordentlich kompliziert und eindrucksvoll. Zu seinen Kunden zählten Geschäftsleute, Musiker, Filmstars, Profisportler, Politiker und Könige, darunter Prinz Rainier von Monaco, König Juan Carlos und Königin Elisabeth von England. Ein Highlight seiner über 50-jährigen Schaffenszeit ist sicherlich der Entwurf der „Grande Sonnerie“ im Jahr 1994, die weltweit komplizierteste Armbanduhr zu einem Preis von etwa einer Million Dollar. 1998 verkaufte er seine Luxusuhren-Marke an einen asiatischen Konzern, der sie unmittelbar danach an die Bulgari-Gruppe weiter veräußerte.

Gérald Genta starb im Alter von achtzig Jahren und hinterließ mit seinen hundert Uhren-Modellen ein großartiges Lebenswerk. Er gilt als einer der prominentesten Schweizer Uhren-Designer und hat Luxusuhren erstmalig ein sportliches Design verliehen.

Gérald Genta – seine legendärsten Uhren-Modelle

Das Sichtbarmachen von Schrauben, Muttern und Nieten – inspiriert von antiken Taucherhelmen – zeichnete seine Entwürfe aus und wurde zum unverkennbaren Markenzeichen von Gérald Genta. Teile einer Uhr, die bis dahin verdeckt waren, rückten nun in den Fokus des Betrachters.

Antiker Taucherhelm

Inspirationsquelle: antiker Taucherhelm

 

Eines seiner bekanntesten Beispiele hierfür ist wohl die Royal Oak der Schweizer Uhrenmanufaktur Audemars Piguet. Die Schraubenköpfe dieses Modells sind prominent auf der Lünette (Umrandung des Zifferblattes) platziert. Die Royal Oak von Audemars Piguet wurde 1972 auf den Markt gebracht und erregte mit ihrem innovativen Design großes Aufsehen. Dies lag nicht allein an den sichtbaren Schrauben und dem ungewöhnlichen achteckigen Gehäuse der Luxusuhr, sondern auch daran, dass diese Uhr aus Stahl und nicht wie bisher bei Luxusuhren üblich aus Gold gefertigt war.

 

Eine weitere Uhren-Ikone von Gérald Genta ist die Nautilus der Uhrenmanufaktur Patek Philippe. Die Gehäuseform im Bullaugen- Design besticht durch die achteckige Lünette, die abgerundeten Kanten und das geprägte Zifferblatt.

 

Bei beiden Uhren-Modellen werden die Metallglieder des Armbands zum Gehäuse hin deutlich breiter. Damit erscheint die Lünette des Uhrengehäuses noch massiger, was ein weiteres wesentliches Charakteristikum von Gentas Entwürfen ist. Der Übergang von Armband zu Uhr ist harmonisch fließend gestaltet, ohne klassische Bandanstöße (sogenannte Hörner).

Neben der Royal Oak und der Nautilus entwarf Gérald Genta noch zahlreiche weitere Uhren-Legenden wie beispielsweise die Ingenieur des Schaffhauser Herstellers IWC. Obwohl die heutige Ingenieur-Kollektion eine Vielzahl unterschiedlicher Stile und Komplikationen enthält, gibt es noch immer einige Modelle, die das Design von Gérald Genta aus den 1970er Jahren klar beibehalten.

 

1985 entwarf Gérald Genta eine weitere Luxus-Sportuhr – die moderne Cartier Pasha. Ursprünglich wurde diese Uhr in den 1930er Jahren von Louis Cartier für den Pascha von Marrakesch entworfen. Sie war wasserabweisend, um den Pascha beim täglichen Schwimmen zu begleiten. Fünfzig Jahre später interpretierte Gérald Genta diese Uhr neu und schuf eine äußerst ungewöhnliche luxuriöse Sportuhr.

 

Genta ist ebenfalls dafür bekannt, mehrere Modelle der Omega Constellation-Kollektion entworfen zu haben. Die Omega Constellation ist eine Uhrenlinie mit dynamischem und modernem Design-Konzept. Die Herrenmodelle zeichnen sich meist durch zwei typische Designelemente aus – der Constellation-Stern bei 6 Uhr und die berühmten Krappen.

 

Eines seiner Meisterwerke ist zweifellos die König Midas Rolex, benannt nach dem sagenhaften griechischen König Midas. Das Gehäusedesign dieser Uhr basiert auf dem berühmten Parthenon-Tempel in Athen. Diese opulente – gefertigt aus 100 Prozent 18 Karat Gold – und seltene Uhr zierte unter anderem das Handgelenk des bekannten Rock´n Roll Sängers Elvis Presley. Uhren der Kollektion Rolex Cellini Midas können leicht mit der Rolex King Midas verwechselt werden. Diese unterlagen jedoch keiner limitierten Auflage.

 

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